Schützingen (ub). Und wieder macht das VKZ-Sommerrätsel Station in einem Weinort: Heute geht es nach Schützingen. Zu gewinnen gibt es einen Gutschein über 25 Euro für den Weingasthof oder Weineinkauf bei Zaiß.
Schützingen liegt im südlichen Stromberg im Tal der Metter. Nördlich von Schützingen erheben sich Gleichenberg, Endberg und Gausberg, an deren Südhänge die Schützinger Weinberge liegen. Wer das richtige Lösungswort herausbekommt, der kann die guten Tropfen probieren – entweder bei einem Besuch im Weingasthof Zaiß oder beim Kauf einiger Fläschchen.
Zur Geschichte von Schützingen, das einen Schlüssel als Wappensymbol hat: Reste von Wallanlagen deuten auf eine Besiedlung in der Hallsattzeit hin, ebenso sind Spuren aus römischer Zeit nachweisbar. Die Alemannen besiedelten im 3. Jahrhundert n. Chr. die Region. Die Bezeichnung Scuzingen stammt von ihnen. Die Franken führten um das Jahr 600 das Christentum ein. 1023 erfolgt die erste urkundliche Erwähnung des Ortes. Der Dreißigjährige Krieg hatte das Dorf bis auf einen Einwohner entvölkert. Flüchtlinge aus dem Ländchen ob der Enns in Österreich besiedelten das Dorf wieder. Der Zweite Weltkrieg forderte 15 Todesopfer und verursachte erhebliche Gebäudeschäden. Die Nachkriegszeit brachte einen stetigen Wirtschaftsaufschwung und eine rege Bautätigkeit.
Die gotische evangelische Pfarrkirche St. Ulrich wurde 1023 erstmals erwähnt. Der Chor der ursprünglichen Wehrkirche stammt aus der Zeit vor 1300; seine Wände und Decken sind mit Malereien aus der Zeit um 1300 verziert. Der Ostturm über dem Chor ist ebenfalls frühgotisch. An der Westwand findet man Reste eines romanischen Portals, am Westeingang einen Renaissance-Torbogen. Die Kirche ist von einer hohen Mauer umfriedet.
Im Ortskern des alten Straßendorfes reihen sich in der Hauptstraße und der Illinger Straße kleine Hakenhöfe und beeindruckende Fachwerkhäuser aneinander. Das älteste, gegenüber der Kirche, stammt von 1558, die anderen aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Mehr Sage als Bericht ist die Beschreibung der vorgeschichtlichen „Alten Burg“, die in der Hallstattzeit oben auf dem Burgberg am Westende des schmalen Keuperrückens, südlich des oberen Mettertals gestanden haben muss. Auch dass der Name Schützingen von Scuzo = Scuzingen abgeleitet und die einzige Spur aus der Alemannenzeit ist, berichten mehr die Historiker als die alten Schützinger. Die bekannteste der Geschichten um Schützingen, das 1023 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde, stammt jedoch aus den Zeiten um den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648). Unter 100 Bürgern blieb im Jahre 1650 nur noch ein Schützinger am Leben: Georg Kiffhaber, Bürgermeister und Heiligenpfleger, überlebte Krieg, Hunger und Pest. In die verwaisten Häuser kehrte erst wieder Leben ein, als 60 aus Glaubensgründen vertriebene Familien aus dem niederösterreichischen Ort Peuerbach in das Straßendorf unterhalb der Weinberge kamen.
Die Zeiten, in denen Schützingen nur aus einer, nicht geteerten Straße bestand, sind lange vorbei. Heute ist der Ortskern rund um die St. Ulrichskirche und die Kelter saniert, die Straße ist teils gepflastert, teils asphaltiert. Auf die schönen, gut erhaltenen alten Fachwerkhäuser sind die Schützinger stolz, darauf geben ihre Bewohner besonders acht. Dass Bürgermeister Ewald Veigel, der 28 Jahre lang der Gemeinde Illingen vorstand, den Ortsteil Schützingen als „gute Stube der Gemeinde“ bezeichnet hat, mag vor allem an dieser Straße gelegen haben. 1972 heimsten die Schützinger, noch unter Bürgermeister Jan Rachner, einen ersten Preis im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ ein. Eine Ansicht des Ortskerns ziert zudem den Titel des Buches „Deutsche Dörfer neu entdeckt“, das im Jahre 1985 erschien.
Sieben Fragen müssen heute zu Schützingen beantwortet werden, damit ein Lösungswort herauskommt, das eng mit dem Illinger Teilort verbunden ist. Zu gewinnen gibt es einen Gutschein vom Weingut Zaiß, den das Unternehmen für die VKZ-Aktion zur Verfügung gestellt hat.
Frage 1: An welcher Wand (Westen, Osten, Norden oder Süden) der Kirche findet man Reste eines romanischen Portals? Vom Lösungswort brauchen wir den ersten Buchstaben.
Frage 2: Was ist das Wappensymbol von Schützingen? Hier wird der vorletzte Buchstabe benötigt.
Frage 3: Wie ist der Name des örtlichen Gesangvereins? Für die richtige Lösung ist der letzte Buchstabe vonnöten.
Frage 4: In der Ortsmitte residiert ein Autohaus. Von diesem Namen brauchen wir den ersten Buchstaben.
Frage 5: Wie heißt der evangelische Pfarrer von Schützingen? Roland ist der Vorname – und der Nachname? Für das Lösungswort muss der fünfte Buchstabe aufgeschrieben werden.
Frage 6: Die Durchgangsstraße ist nach einem Industriellen benannt. Vom Nachnamen brauchen wir den letzten Buchstaben.
Frage 7: Welcher Bach durchzieht Schützingen? Hier wird der dritte oder vierte Buchstabe benötigt. Das macht in diesem Fall keinen Unterschied.
Viel Spaß beim Knobeln. Das richtige Lösungswort, das sich nach der Reihenfolge der sieben Fragen ergibt, bis Freitag um 12 Uhr an die VKZ-Redaktion, Marktplatz 15 in 71665 Vaihingen. Per Fax: 0 70 42 / 919-99 oder per E-Mail: info@vkz.de
