Horrheim (sv). Mit seinem Exportschlager Wein hat sich der Ort, um den es sich heute dreht, schon weit über die Grenzen des Kreises einen Namen gemacht: Horrheim. Kein Wunder, dass es da beim VKZ-Sommerrätsel einen Gutschein für die edlen Tropfen aus dem Weinort gibt.
Wenn die Sonne über Horrheim lacht, weiß man schnell, warum sich unsere Gegend gern auch voller Eigenlob als „Schwäbische Toskana“ bewirbt. Die unendlichen Weinberge, das erfrischende Grün und ein herrlicher Panoramablick bescheren richtiges Urlaubsambiente – praktischerweise sogar direkt vor der Haustür.
Vermutlich hat diese belebende Umgebung auch für eine intensive Kreativitätssteigerung in den Reihen der VKZ-Rätselsteller gesorgt. Nachdem wir in Folge eins in Oberriexingen zu Gast waren und uns den vergangenen beiden Teilen der Serie mit Vaihingen beschäftigt haben, konfrontieren wir Sie bei unserer heutigen Station in Horrheim gleich mit der Rekordanzahl von sieben Fragen. Natürlich loben wir für unsere Rätselfreude wieder ein besonderes Präsent aus. Unter allen richtigen Einsendungen verlost die VKZ einen Weingutschein im Wert von 20 Euro.
Doch kommen wir zurück zu den eingangs erwähnten Vorzügen des Ortes. Diese sind nämlich anscheinend schon seit Jahrhunderten bekannt. Vielleicht war das auch der Grund, warum sich im 14. Jahrhundert mehrere fromme Frauen auf dem Baiselsberg niederließen, der zwei Kilometer vom heutigen Vaihinger Stadtteil entfernt ist. 1374 wurde ihr Kloster erstmals urkundlich erwähnt, bekannt ist ebenfalls, dass sich die Nonnen Ende des 15. Jahrhunderts den Augustinerinnen anschlossen, bevor ihr Kloster während der Reformation aufgelöst wurde. Zwischen 1975 und 1989 realisierten die Stadt Vaihingen und das Landesdenkmalamt die archäologische Ausgrabung der Klosterruine.
Doch sogar aus noch früherer Zeit sind prominente Einwohner der Gemeinde bekannt. Bernger von Horrheim, im Jahr 1170 als Sohn des Gelphrad von Horrheim geboren, war nicht nur ein Ritter im Gefolge von Gottfried von Vaihingen, sondern auch ein berühmter Lyriker seiner Zeit. Seine Dichtkunst ist der Phase des Minnesangs zuzuordnen. Hierbei handelt es sich um gesungene Liebesdichtungen, die meist von einem Dienstmann am Hof vorgetragen wurden. Kennzeichen von Berngers Werken ist die Klage, da das gewünschte Liebeserlebnis nicht eintritt.
Generell ist viel vom mittelalterlichen Horrheim bekannt. 1252 erhielten die Grafen von Vaihingen Herrschaft über das Gebiet rings um die Eselsburg, zu dem auch der Weinort gehörte. Sie erhoben Horrheim zur Stadt. Dieser Vorgang nahm mehrere Jahre in Anspruch, da eine mittelalterliche Stadt selbstverständlich über notwendige Anlagen wie Mauern, Türme und Tore verfügen musste. In dieser Zeit wurden auch die engen Straßen Horrheims geplant, die noch heute ein Charakteristikum des Fleckens darstellen.
Schnell wurde jedoch klar, dass dieser späten Stadtgründung ältere Gründungen wie Vaihingen oder Pforzheim im Wege standen. Der württembergische Adel, in dessen Hand das Gebiet um Vaihingen 1356 fiel, versagte dem Weinort bereits die Anerkennung als Stadt. Mittlerweile lässt sich auf dem Horrheimer Ortsschild wieder das Wort „Stadt“ entdecken. Im Rahmen der baden-württembergischen Gebietsreformen wurde Horrheim zum 1. März 1972 ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Vaihingen.
Auch wenn die Zeiten der Stadt Horrheim längst passé sind, erinnert der historische Ortskern noch immer an die kurze Periode, in der der Weinort das Stadtrecht innehatte. So sind Zollhaus, Teile der historischen Stadtmauer und ein liebevoll als „’s Türmle“ bezeichneter Rundturm Zeugen der früheren Mettertalstadt.
Die Weinberge, die sich den Horrheimer Klosterberg entlangstrecken, und das Weinmuseum in der alten Kelter erinnern hingegen daran, dass die Gemeinde seit eh und je für den Saft ihrer Reben bekannt war. Um die Zukunftsfähigkeit ihrer Weinberge zu sichern, haben die Horrheimer in der jüngeren Vergangenheit drei großzügige Flurbereinigungen anberaumt.
Wie sehr den rund 2600 Einwohnern des Teilorts die sie umgebende Natur am Herzen liegt, beweist auch eine aktuelle Diskussion: Der Bau der „Ethylen-Pipeline Süd“, die auf Horrheimer Markung verläuft, ist alles andere als unumstritten.
Wie heißt das Lösungswort?
Horrheim (sv). Am Dienstag (17. August) erscheint die nächste Ausgabe des VKZ-Sommerrätsels. Bis dahin haben Sie die Möglichkeit, uns Ihre Lösungen zukommen zu lassen. Bis 12 Uhr steht die Lostrommel an diesem Tag offen. Mit uns in Kontakt treten können Sie entweder ganz modern per E-Mail an info@vkz.de oder per Fax an (0 70 42) 919-99. Auch die gute alte Postkarte ist gerne gesehen. Diese adressieren Sie an die Redaktion der Vaihinger Kreiszeitung, Marktplatz 15, 71665 Vaihingen. Egal, welchen Weg Sie wählen: Vergessen Sie nicht sowohl, Ihren Namen als auch Ihre Adresse anzugeben.
In der Verlosung ist dieses Mal ein Gutschein über 20 Euro, den die Weingärtnergenossenschaft Horrheim-Gündelbach gespendet hat. Dieser lässt sich in die edlen Tropfen aus dem Vaihinger Ortsteil eintauschen. Um die Gewinnchance wahrzunehmen, müssen Sie dieses Mal sieben Fragen knacken. Kombinieren Sie die angegebenen Buchstaben in der Reihenfolge der Fragen und Sie erhalten den Namen eines beliebten Ausflugsziels in Horrheim.
Frage 1: Zum Aufwärmen wollen wir von Ihnen wissen, wie der Ortsvorsteher des Stadtteils heißt. Mit dem vierten Buchstaben seines Familiennamens beginnt das Wort, das wir heute suchen.
Frage 2: Seit Jahren streiten sich die Horrheimer mit einem Unternehmen, das eine Pipeline auf Horrheimer Markung legen will. Was soll durch diese Rohre fließen? Um das Lösungswort zu erraten, brauchen Sie hier den Anfangsbuchstaben.
Frage 3: Im 12. Jahrhundert war Bernger von Horrheim ein aus der Gemeinde stammender Dichtkünstler. Wie wird die Form der gesungenen Liebeslyrik genannt, die auch Bernger von Horrheim pflegte? Hier brauchen wir Buchstabe Nummer fünf.
Frage 4: Noch heute prägt die alte Kelter mit ihrer breiten Frontseite das Ortsbild. Was ist mittlerweile in dem Gebäude untergebracht? Hier suchen wir erneut den Anfangsbuchstaben.
Frage 5: In den 70er und 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gruben Archäologen auf dem Horrheimer Baiselsberg eine Klosterruine aus. Wie bezeichnet man den Orden, dessen Ordensschwestern in Horrheim lebten? Wieder sollten Sie sich den Anfangsbuchstaben notieren.
Frage 6: Jörg Schweizer ist der Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Horrheim. Doch nach welchem Heiligen ist die Kirche benannt, in der seine Gemeinde ihre Gottesdienste feiert? Der zweite Buchstabe seines Namens wird gesucht – das „Sankt“ sparen wir uns wie immer.
Frage 7: Gleich haben Sie es geschafft! Und die Frage, die Sie jetzt noch vom Lösungswort trennt, ist wirklich kinderleicht zu beantworten. Wer seinen Abfall los werden will, bringt ihn auf den Burghof zwischen Horrheim und Gündelbach. Was befindet sich dort? Ein letztes Mal brauchen wir hier den ersten Buchstaben.
