Vaihingen (sv). Als größte Kommune im Verbreitungsgebiet widmet sich das VKZ-Sommerrätsel der Kernstadt gleich zweimal. Heute testen wir mit fünf Fragen ihr Wissen über die Enzstadt.
336 Einsendungen zu den ersten beiden Folgen des VKZ-Sommerrätsels haben den Briefkasten der Redaktion fast zum Überquellen gebracht. Von Oberriexingen sind wir in der vergangenen Ausgabe nach Vaihingen gereist – und weil’s hier so schön ist, verweilen wir gleich noch eine Folge lang in der Kernstadt, bevor wir weiter durch das VKZ-Verbreitungsgebiet reisen.
Natürlich ist das Lösen der Fragen – heute fünf an der Zahl – auch dieses Mal kein brotloses Geschäft. Als Preis ausgelobt haben wir einen Gutschein für zwei Eintrittskarten zu einer Veranstaltung im Rahmen der „Vaihinger Kulturmomente“. Diese Reihe wird vom Städtischen Kulturamt organisiert und bringt Künstler aller Sparten aus nah und fern in die Enzstadt. Acht Events sind in der kommenden Herbstsaison anberaumt, von Ausstellungen über Konzerte bis hin zu Kabarettabenden ist alles dabei.
Ein derartig breites Angebot hatten die Menschen vor 200 Jahren nicht. Wer Kultur erleben wollte, ging ins Theater – und sah dort oftmals Stücke eines Dichters, dessen Jugend eng mit der Stadt an der Enz verbunden ist. Friedrich Schiller, Autor von Klassikern wie „Die Räuber“, „Maria Stuart“ oder „Wilhelm Tell“, ist zwar nicht in Vaihingen, sondern im knapp 30 Kilometer entfernten Marbach geboren. Sein Lehrer, der Philosoph Jakob Friedrich von Abel, war Sohn des Oberamtmannes Konrad Ludwig Abel und ist in Vaihingen geboren.
1772 wurde der Sohn der Stadt Professor für Philosophie an der von Landesherr Karl Eugen gegründeten „Militärischen Pflanzschule“, 1786 übernahm Friedrich Abel dann den Posten des Prorektors an der Institution, die mittlerweile unter dem Namen „Hohe Karlsschule“ bekannt war. Es war Abel, der den jungen Schiller an dieser Schule auf die Werke William Shakespeares aufmerksam machte und somit den Grundstein dafür legte, dass der Marbacher zum wichtigsten Vertreter der Weimarer Klassik wurde.
Ein weiterer Vertreter der dichtenden Zunft ist Karl Gerok. Der Theologe und Lyriker, nach dem neben einer Straße im Vaihinger Osten auch ein Pflegeheim in der Stadt benannt ist, erblickte im Januar 1815 in der Enzstadt das Licht der Welt. Gerok war unter anderem als Diakon an der Stuttgarter Stiftskirche tätig und wurde 1866 zum Ehrenbürger der Landeshauptstadt ernannt. Kein Wunder, dass es bei vielen Schreibern mit Kontakt zur Enzstadt auch einige Bücher über Vaihingen gibt. Ein Standardwerk zur Historie der Stadt ist zweifelsohne das Buch „Geschichte der Oberamtsstadt Vaihingen an der Enz“, im Original veröffentlicht im Jahr 1935. Da dieser Titel dem alteingesessenen Vaihinger wohl zu lang war, ist das Buch in den Gassen der Stadt vor allem unter dem Namen seines Autors bekannt – „der Feil“.
Wilhelm Feil war von 1914 bis 1929 Rektor an der Vaihinger Volksschule und wurde 1936 zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Sein Buch wurde im Rahmen der 1200-Jahr-Feier 1979 nochmals nachgedruckt – mit einem Vorwort des damaligen Oberbürgermeisters Gerhard Palm.
2001 wurde „der Feil“ von einem neuen Werk abgelöst. Das Buch „Geschichte der Stadt Vaihingen an der Enz“, herausgegeben von Otto-Heinrich Elias, Manfred Scheck, Ernst Schmidt und Stadtarchivar Lothar Behr, ist fast 700 Seiten dick und reicht bis zum Ende des 20. Jahrhunderts.
Doch nicht nur in Büchern, auch im Alltagsleben ist die Geschichte Vaihingens erlebbar. Zahlreiche Gebäude im Stadtgebiet erinnern an die jüngere und ältere Historie der Enzstadt. Zum Beispiel die Stadtkirche, 1513 gebaut und bei zwei Stadtbränden beschädigt und im Anschluss wieder aufgebaut. Oder das Rathaus, das seit dem 18. Jahrhundert über dem Marktplatz wacht. Etwas älter ist sogar die „Kaserne“ in der Mühlstraße, deren Inschriftenstein das Datum 1699 trägt.
Klappernde Kopfsteinpflaster und rauschende Züge erinnern hingegen an die jüngere Geschichte der Großen Kreisstadt. Immerhin wurde 1990 nicht nur die Fußgängerzone in der Stuttgarter Straße eingeweiht, sondern auch der neue Bahnhof im äußersten Norden der Stadt seiner Bestimmung übergeben.
Wie heißt das Lösungswort?
VAIHINGEN (sv). Bis Freitag ist die Lostrommel in der VKZ-Redaktion wieder für Ihre Einsendungen geöffnet. Nach der überwältigenden Resonanz der beiden vergangenen Ausgaben haben wir beschlossen, unsere Leser nun etwas stärker herauszufordern. Wer den heutigen Preis – einen Gutschein für die Vaihinger Kulturmomente – in Händen halten will, muss bei gleich fünf Kopfnüssen richtig liegen.
Frage 1: Derzeit residiert Oberbürgermeister Gerd Maisch im Rathaus, sein Vorgänger war Heinz Kälberer. Doch wie hieß der Mann, der von 1954 bis 1981 seinen Platz im Amtszimmer hatte und der Erste war, der nach der Kreisreform den Titel „Oberbürgermeister“ tragen durfte? Der dritte Buchstabe seines Nachnamens ist gleichzeitig der Anfang des Lösungsworts.
Frage 2: Wer mehr über die Geschichte Vaihingens wissen will, ist im Stadtarchiv an der richtigen Anlaufstelle. Dieses steht unter der Leitung von Herrn Behr. Doch wie heißt der Archivar mit Vornamen? Hier brauchen wir den zweiten Buchstaben.
Frage 3: Der vermeintlich berühmteste Sohn der Stadt war ein Lehrer des Dichters Friedrich Schiller und teilt den Vornamen mit seinem Schüler. Doch wie lautet der Familienname des Mannes, nach dem auch das größere der beiden Vaihinger Gymnasien benannt ist? Der dritte Buchstabe seines Nachnamens hilft bei der Suche nach dem Lösungswort.
Frage 4: Eine besondere Ehre wurde der Enzstadt im Jahr 1987 zu Teil. Seitdem darf sich die Stadt mit einem ganz besonderen Titel schmücken. Dieser lautet „Internationale Stadt der Rebe und des …“. Von dem Wort, das den Titel der Stadt komplettiert, brauchen wir den ersten Buchstaben.
Frage 5: Auch bei der für heute letzten Frage suchen wir einen Namen. Ein mittlerweile verstorbener Vaihinger Rektor brachte in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Standardwerk zur „Geschichte der Oberamtsstadt Vaihingen an der Enz“ heraus. Wie hieß er? Der zweite Buchstabe seines Nachnamens vervollständigt das heutige Lösungswort.
In der Reihenfolge der Fragen ergibt sich ein für Vaihingen typisches Lösungswort. Zu gewinnen gibt es dieses Mal einen Gutschein für zwei Eintrittskarten zu einer Veranstaltung im Rahmen der „Vaihinger Kulturmomente“ – signiert von Oberbürgermeister Gerd Maisch. Der Gewinner hat die freie Wahl zwischen Konzerten, Kabarettabenden oder Ausstellungen. Eine Broschüre mit Informationen zu den verschiedenen Events gibt es selbstverständlich zum Gewinn dazu. In die Auslosung kommen alle Einsendungen, die das richtige Lösungswort beinhalten und bis Freitag (13. August) um 12 Uhr bei uns eingetrudelt sind. Sie erreichen uns entweder per Post (Redaktion der Vaihinger Kreiszeitung, Marktplatz 15, 71665 Vaihingen), per Fax (0 70 42 / 919-99) oder ganz unkompliziert per E-Mail (info@vkz.de).
Wichtig: Vergessen Sie nicht, Ihren Namen und Ihre Adresse anzugeben!
