Vaihingen (ub). „Echt stark“ ist das Motto und echt stark finden die Teilnehmer auch die Kindertage am Auricher Berg. Adrian (10) aus Enzweihingen „Es hat mir gefallen und ich komme nächstes Jahr wieder.“
Wie oft die Kindertage des evangelischen Bezirksjugendwerks am Auricher Berg stattgefunden haben, weiß keiner so genau. Auch die telefonische Recherche des Bezirksjugendreferenten Markus Röcker, der seit April in Vaihingen arbeitet, hilft nicht weiter. „Tendenziell geht es gegen 30“, sagen Röcker und die beiden Chefbetreuer des ersten Abschnitts, Daniela Kast und Achim Siehler.
38 Kinder im Alter von sieben bis elf Jahren waren bei der ersten Woche, die gestern mit einem Besuch des Naturtheaters Grötzingen endete, dabei. In der zweiten Woche – dieser Abschnitt wird von Corina Schäfer und Rafael Goldschmid geleitet – sind es 31 Kinder. Mehr geht von der Zahl der Betreuer und vom Gelände her nicht. „Wir sind immer innerhalb kurzer Zeit ausgebucht“, weiß Daniela Kast.
Nur für das Küchenteam fanden sich für die erste Woche in der Eile nicht genügend Helfer. So wurde erstmals das Essen vom Schloss Kaltenstein zum Auricher Berg gebracht. „Es hat aber allen geschmeckt“, wissen Kast und Siehler. Kein Wunder bei Pfannkuchen, Schnitzel mit Kartoffelsalat oder Fischstäbchen. In dieser Woche wird aber vor Ort im Häuschen gekocht.
Jeden Tag treffen die Kinder um 8.30 Uhr auf dem Grundstück der Kirche mit Schlossblick ein. Nach dem Frühstück gibt es verschiedene Geschichten aus der Bibel, die dann in Kleingruppen vertieft werden. Aber auch das Basteln kommt nicht zu kurz: Pinnwände, Holzflieger, Regenmacher oder Tonfiguren wurden beispielsweise beim Familiennachmittag samt Gottesdienst am Samstagnachmittag den Eltern präsentiert. Am Samstagmorgen stand noch ein Freibadbesuch auf dem Programm, am Donnerstagabend gab es die lange Nacht. Bei starkem Regen waren alle im Zelt.
95 Euro kosten eine Woche Kindertage am Auricher Berg. Neben der Verpflegung und dem Programm – zum Beispiel auch Schlauchboot fahren auf der Enz – garantiert das Bezirksjugendwerk als Veranstalter auch für die pädagogische Ausbildung der Betreuer. „Unsere Stammmitarbeiter haben alle einen Grundaufbaukurs und eine Jugendleiterkarte, die 40 Stunden Theorie voraussetzt“, sagt Jugendreferent Röcker.
So fühlen sich die Kinder auf dem idyllischen Gelände – Kast: „Beim Aufbau haben wir einige Siebenschläfer vertrieben“ – richtig wohl. „Alle sind glücklich, wenn sie hier ausgelassen spielen können“, sagen die Betreuer. Und dass es kein fließendes Wasser gibt, ist bei den Kindertagen schnell vergessen. Einen Vorteil hatte das unbeständige Wetter in der letzten Woche: Für Zecken war es zu nass und zu kalt.
Für die Jungscharfreizeit des Bezirksjugendwerks (Telefon 0 70 42 / 96 01 80) vom 27. August bis 5. September in Villingen-Schwenningen sind übrigens noch Plätze frei. Hier können Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren mit.
