Montag, 21. Mai 2012

Auftritt der Artisten




Abschluss des Zirkuscamps. Foto: Bögel
Abschluss des Zirkluscamps. Foto: Bögel

Es gibt drei Stufen. Wenn getrampelt, gepfiffen und geklatscht wird, ist es das höchste Brot für die Künstler. Und Applaus erwarten auch die kleinen Artisten in der Manege. Damit es klappt, wird vor den Vorführungen mit dem Publikum geübt.
Von Uwe Bögel
Vaihingen. Am Samstag ging das Zirkuscamp im Rahmen der Stadtranderholung in Vaihingen zu Ende. Vor rund 600 Zuschauern zeigten die 130 kleinen Artisten im Zelt zwischen dem Pavillon des Musikvereins und der Sporthalle am Alten Postweg ihre Kunststücke, die sie im Laufe der Woche gelernt hatten. Für die Zuschauer gab es zwei Stunden Zirkusluft zu schnuppern – und das teilweise auf beachtlichem Niveau.
Der Zirkus „ZappZarap“ hat die Kinder auf die zwei Aufführungen vorbereitet. Bei den Proben erlebten die Teilnehmer des Zirkuscamp ihre Grenzen, schafften diese zu überwinden, erfuhren Neues. Das Balancieren auf Einrad oder Laufkugel fördert das Gleichgewichtsgefühl, die erlebte Körperbeherrschung motiviert zu weiteren Schritten. Beim Feuerschlucken oder dem Gang auf dem Nagelbrett werden Ängste überwunden und Perspektiven eröffnet. Vor fremdes Publikum zu treten, einen Trick vorzuführen und Applaus zu bekommen, stärkt das Selbstbewusstsein.
Und die Kinder haben die Herausforderung angenommen. Zilli (9) aus Kleinglattbach: „Ich fahre Einrad. Am Anfang bin ich heruntergefallen, jetzt klappt es.“ Johanna (12) aus Vaihingen: „Ich bin Fakir und stehe in richtigen Scherben. Da tut aber überhaupt nichts weh.“ Sarah (12) aus Roßwag: „Das Seilspringen ist gar nicht so einfach. Vor allem, weil wir auch Tricks geübt haben. Aber ich hoffe, dass es klappt.“ Ken (11) aus Vaihingen: „Ich arbeite mit den Fackelschlangen. Das ist ganz schön gefährlich, weil es ziemlich heiß wird. Bei der Probe habe ich mir die Jeans verbrannt.“ Johanna (7) aus Vaihingen: „Wir zeigen Leiterakrobatik. Das letzte Mal ist aber die Leiter umgefallen.“
Am Samstag bedankte sich Ingeborg Welz, Leiterin der städtischen Jugendarbeit, bei Norbert Fischer und Gerhard Ruhl vom Lionsclub Vaihingen, die drei Plätze für Kinder aus Familien mit einem geringen Einkommen finanziert haben.




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