Freitag, 18. Mai 2012

30.-S-VKZ-Tour Die Radlerstrecke




Vaihingen (aa). Die S-VKZ-Tour ist wieder das Gesprächsthema zur Halbzeit der Sommerferien. „Wir sind am Samstag dabei!“ So hört man es immer wieder. Da schrecken auch die 41 Kilometer, die die Radler zurücklegen müssen, nicht ab. Wer sich den Plan schon zu Gemüte geführt hat, weiß, dass die Tour der Vaihinger Kreiszeitung und der Kreissparkasse nicht in Stress ausarten wird.
 „Das ist aber heftig“, ist es dem einen oder anderen Traditions-Mitradler entfahren, als er sich mit der Tour auseinandergesetzt hat. Doch bei näherem Hinsehen hat es sich schnell herausgestellt: Es werden relativ einfache Kilometer. Gefühlte 30, denn zumindest die zweite Hälfte ist ohne nennenswerte Anstiege zu bewältigen.
Nach den Erfahrungen von 2008 mit der Start-Ziel-Tour am „Perfekten Standort“ war zunächst eine Wiederholung dieser Variante angedacht. Start auf dem Verkehrsübungsplatz am oberen Egelsee, Ziel beim VfB Vaihingen am unteren Egelsee. Die Fahrzeuge hätten ganz kommod auf dem Verkehrsübungsplatz abgestellt werden können und wären nach der Hocketse problemlos zu erreichen gewesen. Auch die Verkehrswacht hätte da mitgespielt und das Gelände reserviert.
Planspiele auf der Karte und die Tour im Original sind jedoch zwei Paar Stiefel. Um auf die angedachte Route ins Kirbachtal und nach Bietigheim zu kommen, wäre entlang der Bundesstraße 10 bei der Seemühle und beim Bahnhof ein relativ hoher Sicherheitsaufwand zu betreiben gewesen. Und die Streckenlänge wäre auf etwa 45 Kilometer angewachsen.
So ist jetzt wieder das Gelände beim Stromberg-Gymnasium der Startplatz. Wer schon wiederholt dabei war, weiß, wie’s geht: Die eigentlichen Parkplätze sind zur Aufstellung der Radler vorgesehen, geparkt werden kann entlang des Nebenwegs und auf dem Schulhof. Die Stempel- und Nachmeldestelle befindet sich am Eingang zur Sporthalle (besetzt ab 9 Uhr).
Mit der Tourplanung haben sich vor allem wieder Ulrich Weik und Willy Zoller befasst. Beide sind die Tour mehrmals abgefahren – im Auto und mit dem Rad. Ihr Ziel ist es immer, die Mitmacher in unbekannte Ecken der Heimat zu führen, nach Möglichkeit abseits der Straßen. Zugegeben: So ganz neu sind die Abschnitte nicht unbedingt.
Auf dem Weitfeld sind die Radler, die hoffentlich alle mit Helm fahren, schon oft mühevoll in Schwung gekommen; es vergeht bei rund 1000 Teilnehmern fast eine Viertelstunde, bis alle auf den Rädern sitzen und rollen. Der Gegenverkehr hat am Samstag keine Chance. An den neuralgischen Punkten der Strecke stehen wie gewohnt Feuerwehrleute und Polizeibeamte. Zum Beispiel in Sersheim am Kreisverkehr oder wenig später bei der Überquerung der Landesstraße Horrheim – Sersheim. Für den Fahrzeugverkehr werden die berühmten „Geschwindigkeitstrichter“ eingerichtet, sprich, es werden Tempobegrenzungen angeordnet (70, 50…).
Im Stillen haben die Planer gehofft, dass die Route durch das Naturschutzgebiet „Unterer See“ beim Sersheimer Gemeindewald bei den Behörden Gnade finden würde; doch das war ein Irrglauben. „Dieser Streckenführung stimmen wir nicht zu“, lautete der Kommentar aus dem Kreishaus Ludwigsburg. Dabei wären die Radler sicher nur auf den befestigten Wegen gefahren, wie sie es dort immer tun, nur halt nicht Tausend in einer Stunde. So geht es jetzt halt nach der Metterüberquerung geradeaus ein wenig den Berg hoch Richtung Straße Sersheim – Hohenhaslach. Auf ihr muss eine kurze Strecke zurückgelegt werden. Auf staubiger Piste geht es rechts ab zur Straße Großsachsenheim – Hohenhaslach, die in Richtung Langmantel passiert wird. Wenig später wartet am Weingut Notz der beliebte Tour-Tee, zubereitet vom DRK Sersheim, auf die Radler. Das Hohenhaslacher Weingut wurde in diesem Jahr für seinen Lemberger mit dem Vaihinger Löwen geehrt. Da lohnt sich also auf jeden Fall ein Besuch.
Nächstes Etappenziel ist auf Nebenwegen Kleinsachsenheim. Beim Sportplatz wird die Straße Richtung Löchgau überquert. Vorbei an der Feuerwehr führt der Weg wieder in die Felder. Bevor es parallel zum hier verlaufenden Bach ins Tiefe Tal geht, gibt es eine tückische Rechtskurve mit steinigem Untergrund. Hier ist allergrößte Vorsicht angesagt! In Metterzimmern folgen die Radler der Straße bis an den Ortseingang Richtung Bietigheim und schwenken dann nach rechts ab. Durch den Japangarten geht's zum Festplatz und unterm Viadukt durch Richtung Sportanlagen. Die Enz wird überquert. Nächstes Ziel ist auf dem Enztalradweg Bissingen, wo am Spielplatz nach der Rommelmühle das Ensinger-Team mit einer Palette von Erfrischungsgetränken wartet. Die Ensinger sind seit vielen Jahren mit von der Partie. „Das ist Ehrensache“, sagt Marketingchef Stefan Schurr. Der Sprudel ist wie der Tee beim Weingut Notz kostenlos.
Die restlichen Kilometer müssten eigentlich fast von alleine laufen. Es geht zwar immer enzaufwärts, doch die einzigen „Bückele“ sind noch an der Zufahrt zur Straße Unterriexingen – Untermberg und später auf dem Hammelbergweg zu bewältigen. Um die B10 nicht überqueren zu müssen, wird vom Kornberg kommend eine Schleife unter der Enzweihinger B-10-Brücke hindurch Richtung Vaihinger Eck gefahren. Auf der Brücke sind anschließend Vorsicht und Rücksichtnahme angesagt: Mit Gegenverkehr wird es eng!
Über das Wetter soll heute noch nicht groß spekuliert werden. Nach den Vorhersagen sind trockene 24 Grad zu erwarten. Das wäre doch was!




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