Freitag, 18. Mai 2012

Feuerwerk zum Kultursommerabschluss




Musikfeuerwerk zum Kultursommerfinale. Fotos: Arning
Musikfeuerwerk zum Kultursommerfinale. Fotos: Arning

Vaihingen (aa). „Time to say Goodbye“ dröhnt es am Sonntag um 22.37 durch das Enztal. Das Feuerwerk setzt zum gewaltigen Finale an und löst Begeisterungsstürme aus. Der Vaihinger Kultursommer 2009 am Ufer der Enz ist Vergangenheit.
"Es lief perfekt!“ Thorsten Leupold ist ja bekannt als Strahlemann. An seinem letzten Arbeitstag für die Stadt Vaihingen kann sich der Wirtschaftsförderer, der zum 1. September beim Kreis Konstanz angeheuert hat, seine Genugtuung nicht verkneifen. Zusammen mit Kulturamtsleiterin Julia Dorda hat er die Veranstaltungsreihe Vaihinger Kultursommer betreut und neue Ansätze gefunden. Erfreulich, dass die Zahl der Sponsoren gehalten werden konnte. Das stimmt die Verantwortlichen für eine Fortsetzung durchaus hoffnungsfroh.
Sonntag, 19.50 Uhr. Auf dem Enzdamm herrscht Andrang. Obwohl das Konzert mit Die Fuenf als ausverkauft gemeldet wurde, gibt es noch viele Interessenten, die sich unverdrossen vor der Kasse anstellen. Rund 330 Plätze fasst die Tribüne; vor der Bühne sind noch Bierbänke aufgestellt worden. Letztlich werden die Kulturfans, die im Stau stehen, nicht heimgeschickt. Sie bekommen Stehplätze angeboten.
„Wir hatten jetzt alles in allem rund 2000 Besucher“, zieht Leupold eine erste Bilanz. Das Angebot hat offenbar gepasst – und vor allem hat das Wetter mitgespielt. Im Gegensatz zur Premiere im Jahr 2008 herrschten fast durchgängig nahezu ideale Open-Air-Bedingungen. Selbst bei den Showgetten am 8. August kamen die Besucher noch einigermaßen glimpflich davon – erst nach dem Auftritt setzte der Starkregen ein. Ins Wasser gefallen ist auch der Kindernachmittag nicht. Exakt zu den geplanten Actionzeiten hielt der Himmel dicht.
Das Gastspiel der A-cappella-Formation Die Füenf wurde zum Finale als „furioser Angriff auf die Lachmuskeln“ betitelt, als entlarvender Vokalspott. Die vollmundige Ankündigung hat ihre Wirkung nicht verfehlt (siehe auch Lokale Kultur, Seite 15). „Ein klasse Konzert“, bekommen Justice (Christian Langer), Pelvis (Jens Heckermann), Memphis (Patrick Bopp), Karuso (Andreas Karus) und Bass Spencer (Patrick Zielke) immer wieder zu hören, als sie die Gäste auf dem Enzdamm persönlich verabschieden.
Ein anderer muss mit dem Beifall, der hoch zum Schloss brandet, zufrieden sein. Helmut Hörig aus Rodalben bei Pirmasens hat wieder das Musikfeuerwerk zusammengestellt. Der Profifeuerwerker aus der Pfalz gilt als absoluter Experte. Er hat zum Beispiel auch schon für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft von 1997 in Athen den Lichterzauber kreiert. Jährlich sind es um die 120 Feuerwerke, die er organisiert. Exakt zehn Minuten dauert das Spektakel, Vier Abschussstellen hat Hörig (48), der seit 25 Jahren als Pyrotechniker arbeitet, am Sonntag zwischen 15 und 19.30 Uhr mit vier Helfern in den Weinbergen unterhalb des Kaltensteins eingerichtet. Spannung am Soundlight-Regiewagen. Die Fuenf beenden ihr Konzert superpünktlich. Um 22.29 Uhr leuchtet es rot unterhalb des Kaltensteins. Dann geht es Schlag auf Schlag im Gleichklang mit der Musik. Filmtitel sind dabei, dann hört man Celine Dion mit „Power of the Dream“ und zum Abschluss „Time to say Goodbye“.
Das Erfreuliche: Bei der Polizei sind am Sonntag keine Beschwerden eingegangen. Offensichtlich sind die Hinweise auf das Feuerwerk diesmal wahrgenommen worden. Aber die Schau am Nachthimmel fand ja auch eine Stunde früher als 2008 statt.
Kultursommer ade! In zwei Jahren soll der Enzdamm wieder als Schauplatz für das Sommerfestival dienen.




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