Horrheim/Ensingen (elf) – In den Sommerferien hat das Handwerk Hochkonjunktur. Denn die Verwaltungen nutzen die Zeit gerne, um Sanierungsarbeiten an den öffentlichen Gebäuden vornehmen zu lassen. So auch die Stadt Vaihingen. Hier wird derzeit unter anderem in der Horrheimer Mettertalhalle und der Grundschule Ensingen gearbeitet.
Schon seit zwei Jahren sind die Sanierungsarbeiten in der Mettertalhalle in Horrheim im Gange. 2007 gab es eine neue Decke samt Wärmedämmung sowie eine neue Heizung, letztes Jahr wurde die Lüftungsanlage erneuert. Jetzt ist der Dusch- und Umkleidebereich dran. Da die verzinkten Wasserzuleitungsrohre inzwischen überaltert sind – die Mettertalhalle wurde 1972 gebaut –, hat man an ihnen punktuell Lochfraß festgestellt. Also werden nun sämtliche Versorgungsrohre für rund 25000 Euro ausgetauscht.
Darüber hinaus entspricht die Duschanlage nicht mehr den aktuellen hygienischen Anforderungen. So muss zum Beispiel das Wasser im Warmwasserbereich mit 55 bis 60 Grad zirkulieren, um nicht durch Bakterien verunreinigt zu werden. Die Hygiene erfordert es auch, dass die Armaturen regelmäßig durchgespült werden, um stehendes Wasser über längere Zeit (Wochenende, Ferien) zu vermeiden. Spätestens nach 72 Stunden sorgt die Armatur dafür, dass das Wasser für 30 bis 60 Sekunden läuft. Damit wird das gesamte Versorgungsnetz der Halle einmal durchgespült. „Das ist ein Widerspruch zu unserer Tugend der Wasser- und Energieeinsparung“, findet Waldemar Mann, Leiter der Hochbauabteilung der Vaihinger Stadtverwaltung. Doch im normalen Betrieb sei die Dusche recht sparsam. Die Schüttung der Dusche beträgt neun Liter Wasser pro Minute. „30 Sekunden nach Betätigung des Knopfes schaltet die Dusche automatisch wieder ab“, informiert Werner Knauss von der Hochbauabteilung der Verwaltung. Zwei Wochen vor den Sommerferien haben die Handwerker mit der Maßnahme begonnen, bis Ende der Ferien sind die Arbeiten abgeschlossen. Dies gilt auch für die Wärmedämmung im Deckenbereich des Duschtrakts, die parallel zum Rohraustausch eingebracht wird.
In der Ensinger Grundschule wird derzeit die gesamte Elektrik ausgetauscht. Genau 52 Jahre alt sind Kabel und Verteilerkasten. Verschiedene Umbaumaßnahmen und Erweiterungen führten zu Eingriffen ins Stromnetz der Schule, das nicht mehr den aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht. So sucht man im Sicherungskasten vergeblich einen FI-Fehlerstrom-Schutzschalter. Das wird sich jetzt ändern. Neben dem Austausch der Elektrik sorgen die Handwerker auch für den Einbau eines Lautsprechersystems. Ebenso werden die Telefonanlage und die EDV erneuert. Im Untergeschoss (auf der Ebene, wo sich das Hallenbad befindet) wird in diesen Sommerferien gearbeitet. Nächstes Jahr ist dann das Hauptgeschoss dran. Dann werden zudem die Wasserleitungen erneuert. 2010 gibt es auch neue Decken und neu gestaltete Flure. Gesamtkosten der Maßnahmen in der Ensinger Grundschule: rund 280000 Euro.
