Freitag, 18. Mai 2012

Vaihinger feierten im Pool




Im Freibad herrschte ein gemütliche Atmosphäre, während die Band "Besser" rockte. Foto: Elsässer
Im Freibad herrschte ein gemütliche Atmosphäre, während die Band "Besser" rockte. Foto: Elsässer

Vaihingen (elf) – Nachtbaden mit „Besser“ – besser konnte es am Samstagabend bei der Pool-Party im Vaihinger Enztalbad nicht laufen. Hervorragendes Badewetter, bestens gelaunte Gäste, eine gut aufgelegte Musikgruppe, gekonnte Tanzdarbietungen – die Mühen der Veranstalter wurden mehr als belohnt.
Um 19 Uhr, mit Beginn der Pool-Party, lehnte sich Bäderbetriebsleiter Helmut Schulz erstmal kurz zurück. Die Hausaufgaben waren gemacht, die Vorbereitungen getroffen, die Organisation abgeschlossen. „Jetzt kann es losgehen“, sagte Schulz. Knapp zwei Stunden später die Erleichterung: Knapp 700 zahlende Gäste nach 19 Uhr – das konnte sich sehen lassen. Und an der Kasse riss die Schlange nicht ab. So entwickelte sich ein Freibadfest wie aus dem Bilderbuch.
Auf der Liegewiese tummelten sich Badegäste und tranken Cocktails. Im großen Becken genossen es die Schwimmer, bei Dunkelheit und gemütlicher Beleuchtung ihre Bahnen zu ziehen. Im kleinen Becken übten Kinder die „Arschbombe“. Jugendliche bandelten mit dem anderen Geschlecht an. Familien rannten beim „Mäxle“-Spiel um die Tischtennisplatte. Partygäste erfreuten sich an der Musik von „Besser“. Und wenn die Band eine Pause einlegte, gab es sehenswerte tänzerische Darbietungen von der DLC-Tanzschule aus Aurich: spielerisches mit dem Kids Club (drei bis zwölf Jahre), spanisches mit den Flamencas und coole Moves (Bewegungen) von verschiedenen Hip-Hop-Gruppen.
Das gelungene Fest war der gerechte Lohn für die vielen Mühen und Anstrengungen des Vaihinger Jugendgemeinderats und des Enztalbads, die das Nachtbaden gemeinsam veranstalteten. Ideen sammeln, Programm erstellen, Musikgruppe engagieren, Sponsoren suchen, Flyer und Plakate erstellen, Aufbau, Abbau – genügend Arbeit für eine Veranstaltung, die rein vom Wetter abhängt. „Open Air bei Regen, das ist nichts“, sagte Helmut Schulz. Doch das Wetter spielte mit. So konnte auch das finanzielle Risiko minimiert werden. Die 3000 bis 4000 Euro Kosten mussten refinanziert werden. Einen Teil deckten die Sponsoren ab, ein weiterer Teil wurde vom Etat des Jugendgemeinderats bezahlt. Der Rest finanzierte sich mit den Eintrittsgeldern am Abend.
Für die Sicherheit während der Pool-Party war auch gesorgt. Hat das Team von Helmut Schulz bei Tageslicht vom Turm aus die beste Übersicht, so musste in der Dämmerung und bei Nacht schon direkt am Schwimmbecken patroulliert werden. Neun Wasserrettungsspezialisten der DLRG hatten die Becken immer im Blick. Das siebenköpfige Team des Enztalbads sorgte ebenfalls für die Aufsicht und die Reinigung und das dreiköpfige Security-Team passte auf, dass niemand über die Stränge schlug.
So wie die Jugendlichen, die an der Kasse abgewiesen wurden, weil sie bereits zu tief ins Glas geschaut haben oder der andere Jugendliche, der sich sein Eintrittsgeld sparen wollte und dabei erwischt wurde, wie er über den Zaun kletterte. Schade eigentlich, denn der Junge hat wirklich was verpasst.




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