Freitag, 18. Mai 2012

Neues Dach fürs Hermann-Haus


Am Gebäude 24 in der Grabenstraße in Vaihingen wird das Dach saniert. Foto: Elsässer
Am Gebäude 24 in der Grabenstraße in Vaihingen wird das Dach saniert. Foto: Elsässer

Vaihingen (elf) – Es dient der Stadt Vaihingen als große Abstellkammer: das Haus mit der Nummer 24 in der Grabenstraße, im Volksmund auch als Hermann-Haus bezeichnet. Herabfallende Ziegel haben eine umfassende Dachsanierung nötig gemacht. Vor gut einer Woche haben die Arbeiten begonnen.
Im ersten Bauabschnitt sind die Arbeiter damit beschäftigt, den Traufbereich teilweise abzudecken sowie den Sparren- und Fußbereich nach Schäden im Bereich des Dachstuhls zu sichten. Sind größere Schäden zu erkennen, werden diese gleich repariert. „Anschließend werden die Ziegel abschnittsweise abgedeckt und erneuert“, sagt Bauleiter Bernhard Orth von der Vaihinger Stadtverwaltung. Auf Grund der großen Dachfläche dürfen die Ziegel nicht auf einmal entfernt werden. Bei Regen würde sonst zu viel Wasser ins Haus dringen. Für die Dachsanierung hat die Stadt Vaihingen 180000 Euro veranschlagt. Die Arbeiten werden von der Firma Bennert aus Hopfgarten ausgeführt, die auch schon bei der Sanierung des Großen Hauses in Enzweihingen mitwirkte.
Der Stadt Vaihingen dient das Haus als Abstellkammer. So sind dort neben Lagerräumen des Archivs auch Maientagskostüme untergebracht. Der städtische Bauhof nutzt ebenfalls Teile des geschichtsträchtigen Gebäudes. Das als Hermann-Haus bezeichnete Gebäude hat den Namen von seinem ehemaligen Besitzer Paul Hermann, der von 1898 bis 1990 lebte und von 1937 bis 1945 Mitglied des Gemeinderats war. In der ehemaligen Vogtei hat einst Oberamtmann Friedrich Abel, Namensgeber des Vaihinger Gymnasiums, den Schwerverbrecher Friedrich Schwahn alias „Sonnenwirtle“ verhört.


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