Open-Air-Kino: Veranstalter ziehen Bilanz
Vaihingen (elf) – Mit dem Actionstreifen „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ endete am Sonntagabend das Open-Air-Kino hinter der Stadthalle in Vaihingen. Weil der Himmel während der zehntägigen Veranstaltung immer wieder seine Schleusen öffnete, herrscht bei den beiden Veranstaltern Michael Eisinger und Holger Raukamp eine lediglich verhaltene Zufriedenheit vor.
„Wir sind froh darüber, dass wir wettermäßig zwei schöne Wochenenden gehabt haben, sonst würde es jetzt wirtschaftlich schlecht aussehen“, lautet die Bilanz von Michael Eisinger. Zwei gute Wochenenden sowie mit dem Mittwoch und dem Donnerstag zwei Tage unter der Woche – das hat zum Überleben gereicht. Über die anderen vier Tage kann der Mantel des Schweigens gelegt werden. Gleich zum Auftakt floppte – vor allem aufgrund des miserablen Wetters – „No country for old men“. „Ratatouille“ am Montagabend wurde gleich komplett abgesagt und auch zum eigentlichen Erfolgsgaranten „Kirschblüten-Hanami“ verloren sich bei Regen nur 50 Besucher hinter der Stadthalle. Am Freitag, als es nach viel Regen am Tage abends doch noch schön wurde, zogen zum Streifen „Sex and the city“ viele die warme Stube den kühlen Temperaturen vor.
„Ausverkauft war keine der Veranstaltungen“, sagt Eisinger. Dennoch verzeichnete er über die zehn Tage knapp 2000 Besucher, 500 mehr als im Vorjahr, als das Kinovergnügen unterm freien Himmel nur sieben Tage andauerte. Die absoluten Publikumsrenner waren „Keinohrhasen“ und „Unsere Erde“.
„Sicherlich“, so Eisinger, „lässt sich über den einen oder anderen Film, den wir im Programm hatten, streiten.“ Doch im Großen und Ganzen sei die Auswahl der Filme in Ordnung gewesen. Dies beweise die Tatsache, dass die meisten der gezeigten Streifen auch in anderen Open-Air-Kinos vorgeführt wurden. „Es war uns wichtig, ein breit gefächertes Spektrum zu bieten, das die ganze Familie anspricht“, sagt der Betreiber der Vaihinger Videothek Media-World. In Vaihingen dauere es noch einige Zeit, bis sich die Veranstaltung etabliere. In anderen Städten komme das Open-Air-Kino sogar ohne Werbung aus – volles Haus inklusive.
Dennoch ist es für Eisinger „logisch, dass wir nächstes Jahr erneut den Aufwand betreiben“. Schließlich sei das Open-Air-Kino „eine tolle Veranstaltung“. Für den Termin könne man sich bereits das Ende der zweiten Ferienwoche vormerken. „Daran wird sich auch nichts ändern, da uns erst dann das Equipment zur Verfügung steht“, sagt Eisinger, der auch den Platz hinter der Stadthalle als ideal für die Veranstaltung ansieht. „Wir sind dort windgeschützt und bekommen da im äußersten Fall bis zu 700 Leute rein.“
Auf eine Bedachung zu verzichten, sei eine gute Entscheidung gewesen. Das Dach nehme 200 Plätze weg, die man an guten Tagen unbedingt benötige. Die teure Bedachung würde sich nur lohnen, wenn die Wettervorhersage sieben Tage am Stück Regen ankündigt. Doch auch fürs nächste Jahr gibt sich Eisinger optimistisch: „Ich hoffe, dass wir dann auch einmal mit schönem Wetter belohnt werden.“
