Vaihingen (ub) – In der Sporthalle am alten Postweg fassen sich Kinder und Betreuer noch einmal alle an den Händen. Ein dreifaches „toi,toi,toi“ – dann geht es los. 120 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren gestalten eine Zirkusschau.
Und die jungen Artisten machen ihre Sache im voll besetzten Zirkuszelt zwischen dem Pavillon des Musikverein Vaihingen und der Sporthalle gut. Immer wieder brandet am Freitagabend und Samstagnachmittag der Beifall der insgesamt über 600 Besucher auf. Gestenreich nehmen die kleinen Künstler den Applaus entgegen – Laienartisten ganz profihaft! Aus dem Häuschen ist auch Ingeborg Welz, Leiterin der städtischen Jugendarbeit in Vaihingen: „Das ist eine große Sache. Wir machen das in zwei Jahren garantiert wieder.“
Eine Woche gastierte der Mitmach-Zirkus Zappzarap aus Leverkusen unterm Kaltenstein. Im Rahmen der Stadtranderholung konnten sich die 120 Teilnehmer Zirkusluft um die Nase wehen lassen. Und in der einen Woche probten die jungen Artisten eine eineinhalbstündige Schau fürs Publikum. „Da gingen manche Kinder an ihre Grenzen und auch darüber hinaus“, erzählt Ingeborg Welz stolz.
Ob als Akrobaten, am Trapez, auf dem Einrad, als Feuerschlucker oder Fakire – in der Manege wurden alle zu kleinen Stars. Angefeuert vom Publikum – am Freitagabend war die Vorstellung ruckzuck ausverkauft – präsentierten die Kinder ungeahnte Talente. Zwar standen die Zirkusleute helfend zur Seite, die Programmpunkte führten die Sechs- bis 14-Jährigen aber alleine im Scheinwerferlicht auf.
„Die Kinder haben den Zirkus regelrecht erobert. Er ist unsere Welt geworden“, umschreibt Welz die Begeisterung für das neue Konzept der Stadtranderholung, das sich künftig mit der bestehenden Aktion „Mini-Vaihingen“ abwechseln könnte. Welz: „Die Kinder sind mit Feuereifer dabei.“ Da wurden einige kurzfristige Ausfälle durch ein Magen-Darm-Virus schnell wieder kompensiert. „Am nächsten Tag standen die Kinder wieder auf der Matte.“
Nach dem Schnuppertag am Montag hatten die kleinen Artisten nur drei Tage Zeit, um die Nummern für die beiden Vorführungen am Freitag und Samstag zu proben. Das war für die Betreuer und die Kinder gleichermaßen anstrengend. Welz: „Man merkt aber jedem an, dass er sein Bestes gegeben hat.“
Das bleibt auch den jungen Stars bestimmt lange in Erinnerung: Was habe ich Tolles in der Manege geleistet!
