Freitag, 18. Mai 2012

Stadt bringt Hallen und Schulen auf Vordermann


Die Enzweihinger Schule erhält eine neue Wärmedämmung. Foto: Elsässer
Die Enzweihinger Schule erhält eine neue Wärmedämmung. Foto: Elsässer

Vaihingen (elf) – In den Sommerferien, wo vielerorts die Arbeit auf Sparflamme läuft, herrscht beim Hochbauamt der Stadt Vaihingen Hochkonjunktur: Vor allem in den Schulen und Hallen wird gebohrt, gehämmert und gestrichen. Die VKZ hat sich umgesehen und zählt die umfangreichsten Baustellen auf.
Mehrzweckhalle Aurich:
Die alte zweischichtige Kunststofffassade der Auricher Mehrzweckhalle hatte schlechte Dämmwerte und wird jetzt durch eine moderne Glasfassade ersetzt. Gleichzeitig wird in der Halle eine neue Decke eingezogen und an der Hangseite ein etwa 35 Quadratmeter großer Geräteraum angebaut.
Bei den Arbeiten an der Decke hat sich herausgestellt, dass die Tragfähigkeit des Trapezbleches nicht gewährleistet ist, weshalb die Arbeiter für 15000 Euro Mehrkosten eine aufwendige Holzkonstruktion einbauen mussten. In diesem Zusammenhang stellten die handwerker fest, dass sich Siebenschläfer in der Wärmedämmung unter der Dachabdeckung eingenistet haben. Damit die possierlichen Tierchen nicht mehr unter die Decke klettern können, wurde auf der Hallenstirnseite eine Holzfüllug eingebaut und somit der „Zugang“ zur Wärmedämmung abgedichtet.
Im Zuge der Arbeiten erhält die Halle eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage, die im Brandfall dafür sorgt, das im unteren Bereich eine rauchfreie Zone entsteht. Außerdem findet durch die steuerbaren Fenster eine bessere Luftzirkulation und damit ein besserer Wärmeaustausch statt. Der Geräteraum für Bühnenteile und Sportgeräte wird im Herbst gebaut. Gesamtkosten der Maßnahmen, die bis Ende der Schulferien abgeschlossen sein sollen: 295000 Euro. Für dieses und drei weitere Projekte hat die Stadt Vaihingen übrigens Mittel aus dem Förderprogramm Klimaschutz-Plus beantragt. Bei Bewilligung würden für die Auricher Halle 29600 Euro in das Stadtsäckel fließen.
Friedrich-Abel-Gymnasium Vaihingen:
In den ehemaligen Pausenraum des Friedrich-Abel-Gymnasiums (FAG) Vaihingen werden drei Räume eingebaut. Die drei jeweils 65 Quadratmeter großen Räume (Silentium-, Kommunikations- und Spielraum) können mittels beweglicher Trennwände unterteilt oder zu einem großen Raum erweitert werden. Zwischen den Stützen erhalten die Räume eine moderne Außenglasfassade. Auch diese Arbeiten sollen bis Ferienende abgeschlossen sein. Die Kosten werden bei etwa 297000 Euro liegen, wobei die Stadt aus dem CdB-Programm (CdB = Chance durch Bildung) 104000 Euro Zuschuss bekommt. Ein Leck in der Heizungsanlage der FAG-Sporthalle, nach dem lange gesucht werden musste, machte es erforderlich, neue Leitungen zu verlegen. Außerdem bekommt die Schule in einem Klassenzimmer für 83000 Euro einen Computerraum installiert.
Grund- und Hauptschule Enzweihingen:
Für rund 142000 Euro bekommt der alte Teil der Schule an 600 Quadratmeter Fassadenfläche sowie im Dachbodenbereich eine neue Wärmedämmung. Auch neue Fenster werden eingebaut. Die Arbeiten wurden notwendig, weil die alten Fenster undicht waren und die alte Fassade schlechte Wärmedämmwerte aufwies. Gleichzeitig wird in der Schule die Elektroinstallation erneuert. Dies geschieht dort bereits im dritten Jahr – nun sollen die Arbeiten bis Ende September fetiggestellt werden.
In den Hauptschultrakt, wo früher die Kinder- und Jugendbücherei sowie ein Abstellraum waren, wird noch während der gesamten Ferien eine Cafeteria für die Ganztagesbetreuung der Schüler eingebaut. Der 65 Quadratmeter große Speiseraum erhält 30 bis 40 Sitzplätze und ist für die Anlieferung von warmem Essen gedacht.
Forchenwaldhalle Ensingen:
Die Halle in Ensinge erhält für 153000 Euro eine Glasfassade, weil die alte Kunststofffassade brüchig geworden war, schlechte Wärmedämmeigenschaften aufwies und auch nicht mehr ballwurfsicher war. Wie in Aurich wied auch in dieser Halle eine Rauch- und Wärmeabzugsanlage eingebaut – allerdings nicht mit Kippfenstern, sondern mit Lüftungskuppeln unter der Decke. Auch in dieser Halle wird es einen zusätzlichen Geräteraum geben. Im Außenbereich zwischen Parkplatz und Sportplatz wird ein Wassertank mit 70 Kubikmeter Löschwasser eingebaut. Der Grund: Der Wasserdruck im Bereich der Halle hat für Löscharbeiten der Feuerwehr nicht den erforderlichen Druck gebracht. Künftig ist dort genügend Reserve vorhanden.


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