Freitag, 18. Mai 2012

Open-Air-Kino in Vaihingen


Guter Besuch am Samstagabend. Foto: Arning
Guter Besuch am Samstagabend. Foto: Arning

Vaihingen (aa) – Den Start in die Open-Air-Kino-Woche hatten sich die Veranstalter anders vorgestellt. Kaum 50 Zuschauer verloren sich am Freitagabend auf dem Platz zwischen Stadthalle und Realschule. Doch der Samstag brachte mit „Keinohrhasen“ ein volles „Haus“ und die Entschädigung.
Michael Eisinger und Holger Raukamp, die zum zweiten Mal das Unternehmen „Open-Air-Kino“ gewagt haben, setzten zum Start wohl oder übel auf das Prinzip Hoffnung. Eisinger:„Die Wetteraussichten sind ja nicht schlecht. Und für Samstagabend läuft der Vorverkauf sagenhaft.“
Der Freitag war indessen ein absolutes Draufleggeschäft. Holger Raukamp rechnet vor: „Für den Film müssen wir alleine 500 Euro Verleihkosten löhnen. Dann verlangt der Verleiher 50 Prozent von jeder verkauften Karte.“ Kein Wunder, dass sein Geschäftspartner Eisinger von Media-World da vor den sich aufbauenden dunklen Regenwolken mit dem Gedanken spielte, die Vorführung abzublasen. „Doch das kann ich den treuesten unserer Gäste dann auch nicht antun“, war das Ergebnis der Überlegungen. Die Fans von „No Country for Old Men“ sind letztlich nahezu trocken durch den langen Film gekommen. Erst in den letzten Minuten begann es zu regnen. Immerhin rund 3600 Meter spulte Vorführer Klaus Mildenberger, der sich mit Holger Raukamp abwechselt, ab und projizierte die Bilder vom riesigen Bauer-Projektor auf die rund 35 Meter entfernte aufblasbare Leinwand. Die in 20-Minuten-„Akten“ gelieferten Streifen müssen von der Mannschaft auf eine Rolle gebracht werden – inklusive Werbung und Vorschaufilmen. Da ist vor der Aufführung schon heftig Arbeit angesagt.
Die Ausrüstung stellt auch in diesem Jahr wieder Stefan Schaich aus Bietigheim-Bissingen zur Verfügung, der in der vergangenen Woche im Bietigheimer Aurain für Freiluftkino gesorgt hat.
Das Vaihinger Open-Air-Kino beginnt jeweils gegen 21.15 Uhr. Michael Eisinger stellt dabei zwei, drei Quizfragen, für die es die Gewinne gleich in Form von Getränken oder Gegrilltem gibt. Ohne die Bewirtungsabteilung – bestückt von Familienmitgliedern und Freunden der Veranstalter – könnte die Kino-Woche übrigens nicht einigermaßen rentabel durchgeführt werden (siehe oben). Deshalb setzen die Macher auch darauf, dass schon vor den eigentlichen Vorführungen Leben auf dem Areal herrscht. Es gibt einen Biergarten unter Birken und zwischen Palmen (zur Verfügung gestellt vom Pforzheimer Gartencenter Streb), von dem aus man ebenfalls noch einen ganz guten Blick auf die Leinwand hat.
Heute wird übrigens „Ratatouille“ gespielt, die begeisternde Geschichte über die Ratte Remy mit der Feinschmeckernase. Freigegeben ab sechs Jahren, Spielzeit: 111 Minuten.


Seitenanfang