Vaihingen (ev) – Am 6. und 7. September ist die Vaihinger Fußgängerzone wieder fest im Griff von Vereinen und anderen Gruppen, die zum Gelingen des Vaihinger Straßenfestes beitragen wollen. Im Straßenfestausschuss gab es im vergangenen Jahr einige Personalwechsel. Zum ersten Mal steht nun Michael Eisinger an der Spitze des Gremiums.
Bisher gibt es 53 Anmeldungen für das Vaihinger Straßenfest. 32 Vereine, zwei Parteien, die Stadt und etliche gewerbliche Gruppen werden mit Ständen beim Vaihinger Straßenfest vertreten sein. „Ein gutes Jahr“, meint Wolfgang Trostel, Kassierer und stellvertretender Vorsitzender des Straßenfestausschusses. Letztes Jahr waren 50 Gruppen beteiligt, der Rekord liege bei 58. „Vielleicht knacken wir den in diesem Jahr“, zeigt sich Michael Eisinger optimistisch. „Denn wenn das Wetter gut mitspielt, werden sich kurzfristig sicherlich noch der eine oder andere fliegende Händler in Vaihingen niederlassen“, ergänzt Trostel.
Interessant ist dabei, dass es einige neue Teilnehmer geben wird und Teilnehmer, die seit Langem wieder dabei sind. Neu ist zum Beispiel der Förderverein der Ballettschule Nagy und der VdK Ortsverband. Dafür wird ein türkischer Verein dieses Mal auf die Teilnahme verzichten, aber nur 2008 sei dem Ausschuss versichert worden. Der Grund: Anfang September ist Ramadan.
Viele Teilnehmer – das sei vor allem für den Lückenschluss gut, soll heißen, dass zwischen den einzelnen Ständen keine riesige Löcher entstehen, was im vergangenen Jahr vor allem in der Radbrunnengasse und in der Oberamteigasse der Fall gewesen sei. Ein abschließendes Konzept für diesen Bereich gibt es noch nicht, „aber wir werden sicherlich auffüllen können“, so Trostel. Sicher ist auf jeden Fall, dass es den Infobereich, wo sich Vereine und Firmen präsentieren konnten, 2008 nicht geben wird – zumindest nicht so wie in den vergangenen Jahren. „Das Interesse von Seiten der Vereine war nicht mehr vorhanden“, erklärt Trostel.
Eine Änderung wird es auch beim kostenlosen Bustransfer geben. Bereits im vergangenen Jahr wurden die beiden Linien erweitert und neben den Vaihinger Ortsteilen auch Eberdingen und Nussdorf angesteuert. Eine Anbindung an die Gemeinde Illingen und die Stadt Mühlacker war bisher nicht möglich. „Da müssten wir eine dritte Linie einsetzen, was den finanziellen Rahmen sprengen würde“, erklärt Anette Gaßner vom Straßenfestausschuss. Dafür soll nun die Taktung der Busse geändert werden, so dass die Bewohner des Enzkreises wenigstens Anschluss an die S-Bahn Richtung Karlsruhe haben. Die Busse fahren deshalb nicht mehr zur vollen Stunde ab, sondern stündlich um halb.
Neues und Bewährtes gibt es auch beim Bühnenprogramm. Am Samstag kurz nach 16 Uhr wird Oberbürgermeister Gerd Maisch nach der offiziellen Eröffnung den Fassanstich vollziehen. Hinterher sind die Big Band des MV Vaihingen, „Rockpop 2001“, der etwas andere Chor aus Enzweihingen (19 Uhr), und ab 19.30 Uhr die „Beatboys“ zu hören. Am Sonntag wird es neben dem großen Blasorchester des MVV und Darbietungen der Balettschule Nagy die Band „Mixit“ mit Rock- und Popsongs zu hören und sehen geben.
Neben dem bunten und doch manchmal lauten Treiben vor und auf der Bühne setzt der Straßenfestausschuss mit dem Weindörfle auch in diesem Jahr wieder gezielt einen ruhigen Gegenpol. Und weil das Straßenfest hauptsächlich immer noch ein Familienfest ist, wird es auch 2008 wieder ein Kinderprogramm geben, an dem sich bis zum jetzigen Zeitpunkt 17 Vereine beteiligen.
Werden die Besucher des Straßenfestes denn gar nicht merken, dass es in Michael Eisinger einen neuen Vorsitzenden gibt? „Nein“, ist sich dieser sicher – weder positiv, noch negativ.
Für Verwirrung sorgte bei einigen im Vorfeld der Termin des Straßenfestes, das in diesem Jahr am 6. und 7. September stattfindet – dabei ist es wie immer am ersten Septemberwochenende. „Wenn das allerdings sehr spät ist und nicht am 1. und 2., dann gibt es meist Verwirrung“, erklärt Eisinger. Im nächsten Jahr wird es wieder spät sein. Den Organisatoren macht das nichts aus. Sie sind mit dem Termin in diesem Jahr mehr als zufrieden. „Es ist das letzte Wochenende in den Ferien. Da sind schon wieder alle zurück. Ausreden, nicht zu kommen, gibt es keine.“
