Vaihingen (aa) – Weit unterhalb der Leitwerte des Umweltbundesamtes liegen nach den Angaben des Städtischen Wasserwerks die Belastungen durch Uran im Trinkwasser Vaihingens.
„Bei dem vom Versorgungsbetrieb der Stadt Vaihingen abgegebenen Trinkwasser beträgt die Urankonzentration derzeit 0,9 Mikrogramm pro Liter“, wird mitgeteilt (Mikrogramm, Abk.µg = 1/1000000 Gramm). Die letzten Proben seien im Juni 2008 entnommen worden. Das Umweltbundesamt hält Werte von unter zehn Mikrogramm für unbedenklich. Gesundheitsämter hatten in einigen Kreisen Baden-Württembergs im Leitungswasser das giftige Schwermetall Uran ausgemacht (bis 33 Mikrogramm in Aichwald im Kreis Esslingen). Uran ist ein geogenes, radioaktives Schwermetall, das in Form zahlreicher Mineralien fast überall in der Erdkruste anzutreffen ist. Durch Auswaschungen kann es in das Oberflächen- und in das Grundwasser gelangen. Die durch Uran im Wasser ausgehende Strahlenbelastung wird für den Verbraucher als „sehr gering“ eingestuft. Nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) besteht derzeit kein besonderes Risiko für die Bevölkerung.
Bei der Trinkwasserverordnung ist kein Grenzwert für Uran genannt. Das Umweltbundesamt empfiehlt jedoch einen „lebenslang duldbaren“ gesundheitlichen Leitwert von 10 Mikrogramm Uran pro Liter. Bei 20 Mikrogramm wären für die Dauer von zehn Jahren 20 Mikrogramm duldbar.
In Vaihingen wird das Trinkwasser zum großen Teil von der Bodenseewasserversorgung bezogen und auch mit Eigenwasser gemischt. Von der Bodenseewasserversorgung wird betont, dass die Urankonzentration ihres Wassers bei lediglich einem Mikrogramm/Liter liege. Jährlich würden rund 14000 physikalisch-chemische Einzelanalysen und rund 30000 mikrobiologische Untersuchungen die Sicherheit des wichtigen Lebensmittels Trinkwasser gewährleisten. Das Bodenseewasser werde höchsten Ansprüchen gerecht.
