Ochsenbach (elf) – Hausgemachtes Brot, leckerer Schinken und würziger Käse: In einer gemeinsamen Aktion veranstalteten die sieben Naturparks in Baden-Württemberg am Sonntag einen „Brunch auf dem Bauernhof“. Insgesamt 77 teilnehmende Höfe im „Genießerland“ deckten dabei den Tisch mit regionalen Produkten. Politische Prominenz begleitete die Aktion auf dem Kirbachhof zwischen Ochsenbach und Häfnerhaslach.
Fünf Landwirte und Weingüter im Naturpark Stromberg-Heuchelberg luden unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Günther H. Oettinger zum Brunch auf ihrem Hof ein. Eine offizielle Eröffnung der Veranstaltung gab es – stellvertretend für die anderen Höfe – auf dem Kirbachhof, wo das Landwirts-Ehepaar Erich und Jael Weiberle Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch, Bundestagsabgeordneten Eberhard Gienger, die Landtagsabgeordneten Monika Chef und Wolfgang Stehmer, Kreisbauernvorsitzenden Eberhard Zucker sowie die Vorsitzende der Landfrauen im Kreis Marie-Luise Linckh begrüßen konnte.
„Es ist eine Chance, in sehr geselliger Art und Weise einen Sonntag zu verbringen“, lobte Andreas Felchle, Vorsitzender des Naturparks Stromberg-Heuchelberg. Im Rahmen eines Brunches Erzeugnisse aus der heimischen Region zu verzehren, mache die Verknüpfung zwischen Produkt und Verbraucher deutlich. Felchle forderte einen vorsichtigen Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen und Kulturräumen. „Wir befinden uns in einem ausgewiesenen Landschaftsraum, der den Menschen eine Heimat bieten soll“, so der Naturpark-Vorsitzende. Die 101 Naturparke in Deutschland, darunter die sieben in Baden-Württemberg, hätten einiges zu bieten und seien wichtig für den Umweltschutz. Die Naturparke hätten viele Aufgaben, wozu ein Brunch nicht gehöre. Doch dieser schaffe es, Menschen zu einem schönen Erlebnis zu bringen.
„Ein Frühstück auf dem Bauernhof ist die ideale Gelegenheit, hochwertige heimische Produkte direkt beim Erzeuger zu genießen“, sagte Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, Friedlinde Gurr-Hirsch. „Naturparks haben einen besonderen Charakter und sind kein Mittel, um Landschaften unter die Käseglocke zu nehmen.“ Vielmehr solle sich die Natur mit all ihren Schätzen entwickeln. Die Natur „schützen und nützen“, laute das Motto. „Wir wollen dem Menschen die Natur erhalten und ihm zeigen, welche Schätze in ihr stecken“, so Gurr-Hirsch. Ebenso sei es wichtig Umweltbildung zu betreiben sowie Angebote zu machen, die die Natur erlebbar machen. „Die Verwaltung der Naturparks soll die Möglichkeiten sichtbar machen“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch. Mit dem Brunch könne der Verbraucher erfahren, welche wertvollen Produkte in der heimischen Region hergestellt werden.
„Wir leben im und vom Naturpark“, sagte Johannes Häge aus Schützingen, der mit seiner Frau Ilse vom Weingut Häge auch einen Brunch veranstaltete. Käse und Salate von örtlichen Bauernhöfen, selbstgebackenes Brot, selbst hergestellte Marmelade, Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein sowie Weine, Sekte und Destillate gab es dort im Angebot. „Man schmeckt einfach den Unterschied“, sagte Johannes Häge.
Im Naturpark Stromberg-Heuchelberg nahmen folgende Höfe an dem Brunch teil: Kirbachhof in Ochsenbach, Bauernhof und Weinstube Altes Rathaus in Kleinvillars, Weingut Häge in Schützingen, Winzerhof Eiselen in Botenheim und Ziegenfarm Voorhoeve in Oberderdingen.
