Baustelle Enzweihingen: Verkehr läuft ordentlich
Enzweihingen (aa). Wie hat sich durch die Baustelle in der Ortsmitte von Enzweihingen die Verkehrssituation entwickelt? „Es läuft den Umständen entsprechend ganz gut“, ist der Tenor der Aussage. „Die Sache hat sich einigermaßen eingependelt.“ Ortsvorsteher Kurt Erhardt ist froh, dass das von vielen befürchtete Chaos ausgeblieben ist. Lediglich in den ersten Tagen hat es gehakt. Die VKZ hat sich am Dienstagabend ein Bild gemacht. Auf der Steige staut sich um 17.15 Uhr der Verkehr gerade mal bis 200 Meter nach der Abzweigung in Richtung Oberriexingen. „Wir können uns das oft auch nicht erklären“, sagt Hauptkommissar Diethelm Beier von der Polizei Vaihingen, „an manchen Tagen ist die B10 schon um 16 Uhr rappelvoll, dann läuft es wieder wie wenn nichts wäre.“ Auch in der Straßenmeisterei Vaihingen hat man sich das Szenario durch die Baustelle schlimmer ausgemalt. Es laufe fast normal, ist die Aussage von dort. Blick in die Karl-Blessing-Straße, über die der Verkehr aus dem Strudelbachtal abfließen soll. Der Stau reicht von der Ampel an der Jahnstraße bis etwa zur Schreinerei Reichert in der Rieter Straße. Da sind einige Minuten Warten angesagt, bis man auf die B10 kommt. Sinniger wäre es, den Weg über Aurich zu nehmen, wenn man nicht unbedingt in Richtung Stuttgart muss. Ein paar Schlaue fahren am Abend auch über die Baustelle in die Vaihinger Straße; das geht momentan noch. Das „Loch“ in der Pfarrgasse ist gleich am ersten Tag gestopft worden. Da blockiert jetzt ein Betonklotz die Durchfahrt. „Es ging natürlich nicht, dass sich da auf dem Weg zur Schule und in den Kindergarten eine Schleichroute entwickelt“, sagt Ortsvorsteher Erhardt. Blick über die Bundesstraße. Die Erich-Blum-Straße ist zur offiziellen Umleitungsstrecke für den aus Stuttgart kommenden Verkehr, der in den östlichen Teil des Ortes, in die Dorfmitte und in die Höhenlagen von Hörnle und Brunnenhalde muss, erkoren worden. „Es ist ruhiger als vorher“, sagt ein Anlieger. Grund: Viele Autofahrer fahren am Fuß der Steige gleich rechts weg, wenden am „Zigeunerbrückle“ und überqueren dann die B10. Hier wird allerdings oft auch beobachtet, dass verbotswidrig direkt von der Bundesstraße nach links in die Hindenburgstraße abgebogen wird, eine Unsitte, die auch zu normalen Zeiten immer wieder zu erleben ist. Und auch bei der Karl-Blessing-Straße ziehen viele nach links, egal, wie es sich hinter ihnen aufstaut. „Manche Autofahrer sind da skrupellos“, wundert sich Polizist Beier. Natürlich sei man ab und zu auch vorort, „doch dann wird in aller Regel vorschriftsmäßig gefahren“. Wer von Stuttgart kommend in den Bereich Vogelsang oder Steine will, sollte sich schon am Hochwald (Pulverdinger Holz) auf den Weg Richtung Hochdorf machen, um dann über Riet zum Ziel zu kommen. Oder er muss an der Sportplatzzufahrt beziehungsweise am Vaihinger Eck wenden, damit er später rechts abbiegen kann. Diethelm Beier hat durchaus das Gefühl, „dass es ganz gut läuft“. Der Eindruck sei am Dienstag auch bei der Unfallbesprechung für den Bereich Vaihingen entstanden. Beier: „Da war die Baustelle natürlich auch ein Thema.“ „Hoffentlich werden die Termine eingehalten“, ist indessen eine Hauptsorge von Ortsvorsteher Kurt Erhardt, der vor allem immer wieder von Geschäftsleuten angesprochen wird, die in diesen Wochen natürlich Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. „Ich kann da leider nicht helfen“, sagt Erhardt. Auch bei der Vaihinger Stadtverwaltung landen die Klagen. „Wir sind natürlich bestrebt, die Arbeiten zügig und nach Möglichkeit schneller durchzuführen, als es in der Planung festgehalten ist“, sagt Thomas Pfeil vom Wasserwerk der Stadt Vaihingen. Bisher wurden nach seinen Angaben in der Vaihinger Straße zwei Reparaturen an den Abwasserkanälen durchgeführt; derzeit wird in Richtung Gasthaus Krone gearbeitet; da ist ein alter Kanal zusammengebrochen. In der kommenden Woche wird die Vaihinger Straße und ein Teil der Rieter Straße aufgegraben und die neue Wasserleitung verlegt. Die alten Rohre (Gussleitungen) sind um die 50 Jahre alt. Zügig soll dann die Tragschicht der Straße wieder eingebaut werden. Vier Wochen sind für Abschnitt 1 angesetzt. Klappt das, kann die Vaihinger Straße ab Mitte Mai wieder befahren werden. Thomas Pfeil will sich jedoch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen: „Überraschungen sind nie ausgeschlossen; wir haben keine Röntgenaugen.“ Und ein alter Tiefbauspruch heiße: „Es ist damit zu rechnen, dass Keller in den Straßenraum hineinragen.“ Insgesamt sind für die Bauarbeiten, die von der Stadt Vaihingen und vom Landkreis Ludwigsburg in Auftrag gegeben sind, zehn Wochen angesetzt.

