Maulbronn (ub). Bürstenmacher und Brotbacken, Schmiedekunst und Skulpturen, Artisten und Ausstellungen – im 13. Jahr fand am Ostersonntag und Ostermontag der Kunsthandwerkermarkt im Klosterhof und in der Stadthalle in Maulbronn statt.
92 Aussteller lockten an den beiden Tagen wieder viele Besucher in die Klosteranlage. Für viele war es ein kulturelles Frühlingserlebnis – vor allem, wenn das unbeständige Wetter mitmachte.
Veranstaltet wird die Aktion „Lebendiges Kunsthandwerk“ von Karin Etzold. „Das Besondere an dem Markt ist, dass unheimlich viel Kreative aus ganz Deutschland in Maulbronn ihr Können zeigen“, so Etzold. Noch mehr Kunsthandwerker sind aber am 19. und 20. Juni in Diefenbach zu sehen, wenn hier zum 35. Mal „Lebendiges Kunsthandwerk“ gefeiert wird. „Das Ambiente in der Klosteranlage ist aber schon einmalig“, schwärmt Initiatorin Etzold.
„Lebendiges Kunsthandwerk“ begann 1975 mit einer Ausstellung in Scheune und Stall auf dem Hof Etzold in Diefenbach. Viele geladene Gäste von Nah und Fern und das Schubert Oktett mit Musikern der Württembergischen Staatsoper Stuttgart eröffneten diese erste Veranstaltung. Etzold rückblickend: „Es war in jeder Hinsicht ein großer Erfolg und musste um drei Wochen verlängert werden.“ Dieser positive Start bestärkte die langjährige Idee und den Plan, Märkte für professionelle Kunsthandwerker aufzubauen und zu organisieren.
Die zusätzlichen Darbietungen von passender Musik, Theater und Unterhaltung, machen diese Märkte mittlerweile zu einem echten Kulturfestival. In Maulbronn hatte so die Artitstengruppe „Die Gurus“ (Anne und Maria Scheib sowie Fabian Horn) immer wieder ihre Auftritte und unterhielten die Besucher mit Vorführungen auf Hochrad, mit Keulen und Fackeln.
Die lebendige Phantasie und die Vielfalt der Produkte zeigen immer wieder neue Ideen aus allen Bereichen und Materialien. Freunde schöner Dinge fanden über Ostern in Maulbronn alles wie Design in Leder, Textilien, Holz, Glas, Metall, Stein, Garne, Stoffe, Kunststoff. Dazu Schmuck, Spielzeug, Kleidung, Schmiedekunst, Puppen, Keramik, Skulpturen, Malerei, Seidendesign. Oder tragbare Kunst, Produkte zur Verschönerung des Lebens und zum Verschenken.
Zusätzlich zur Kunst konnte noch das mittelalterliche Kloster, das als die am besten erhaltene Klosteranlage nördlich der Alpen gilt, besichtigt werden.
