Ludwigsburg (oh). Der Arbeitsmarkt im Landkreis Ludwigsburg zeigt sich weiterhin stabil. Erneut verzeichnet die Arbeitsagentur einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit auf jetzt 5,0 Prozent.
Die Zahl der erwerbslosen Menschen ging um 259 Personen auf 13893 zurück. Damit sank auch die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf nun 5,0 Prozent. Entgegen der Prognosen für 2010 sinkt bisher die Arbeitslosigkeit, auch wenn die Zahlen noch über dem Vorjahreswert liegen. Damals zählte die Agentur für Arbeit 12327 Arbeitslose, die Quote betrug 4,5 Prozent.
„Der befürchtete drastische Anstieg der Arbeitslosigkeit bleibt weiterhin aus. Im Gegenteil, die Arbeitslosenzahlen haben sich nach dem saisonalen Hoch zu Jahresbeginn sowohl im Februar als auch im März verringert“, stellt Jürgen Schwab, Leiter der Agentur für Arbeit Ludwigsburg, fest.
Rund 1106 Menschen fanden im März neue Arbeit, eine Steigerung um 36 Prozent oder 293 Personen gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig meldeten sich 1084 Personen arbeitslos, die zuvor erwerbstätig waren. Vor einem Jahr lag die Zahl noch bei 1431. Somit sank die Zahl im Vorjahresvergleich um 347 oder 24,2 Prozent.
„Auch hier zeigt sich, dass es keinen Einbruch auf dem Arbeitsmarkt gegeben hat. Immer noch finden mehr Menschen neue Arbeit als Personen arbeitslos werden“, so Schwab weiter. Nach wie vor melden die Unternehmen nur verhalten freie Stellenangebote. Dennoch ist auch hier gegenüber dem Vormonat kein Einbruch zu verzeichnen.
Neben Ludwigsburg weist auch die Arbeitsagentur Waiblingen eine Arbeitslosenquote von 5,0 Prozent auf. Mit 5,4 Prozent hat sich die Arbeitslosenquote von Göppingen gegenüber dem Vormonat nicht verändert. Auch in Heilbronn bleibt es bei 6,0 Prozent. In Stuttgart liegt die Quote bei 6,1 Prozent (Vormonat: 6,1)und in Pforzheim bei 6,4 Prozent (Vormonat: 6,7).
1550 offene Ausbildungsstellen
stehen zur Verfügung
Im ersten Berichtshalbjahr 2009/2010 meldeten sich rund 1973 Ausbildungssuchende bei der Arbeitsagentur. Dem gegenüber standen 1550 Ausbildungsstellen. Somit kamen rein rechnerisch 0,79 Ausbildungssuchende auf eine Lehrstelle. Gegenüber dem Vorjahr gab es 24 Jugendliche oder 1,2 Prozent weniger Bewerber und die Unternehmen meldeten seit Beginn des Berichtsjahres vier Ausbildungsstellen (0,3 Prozent) mehr. Die Berufsberatung zählte mehr Jungen (1079) als Mädchen (894) bei der Ausbildungssuche.
Gefragt sind bei den Jungen die Ausbildungsberufe Industriemechaniker, Kraftfahrzeugmechatroniker mit Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik und Fachlagerist. Mädchen möchten bevorzugt Verkäuferin, Bürokauffrau und Medizinische Fachangestellte werden.
Die Arbeitslosenquote im Bereich der Vaihinger Geschäftstelle lag im März bei 3,9 Prozent (März 2009: 3,3 Prozent). In Ditzingen sind es 4,3 Prozent (3,8), in Bietigheim-Bissingen (4,6) Prozent(4,4), in Ludwigsburg 5,0 Prozent(4,5). Aus der Vaihinger Geschäftsstelle (zuständig für Vaihingen, Sersheim, Oberriexingen und Eberdingen) wird ein „Bestand“ von 897 Arbeitslosen gemeldet (495 Männer, 402 Frauen), das ist ein Plus von zwei Personen und gegenüber März 2009 ein Anstieg um 137 Köpfe. Es meldeten sich 220 Personen neu oder erneut arbeitslos, gleichzeitig beendeten ebenfalls 220 Personen die Arbeitslosigkeit. Das Stellenangebot ist um acht Stellen auf 99 gesunken. Arbeitgeber meldeten im März 54 neue Stellen.