Enzweihingen (ub).Die Ortsgruppe Enzweihingen des Schwäbischen Albvereins feierte gestern das 50-jährige Bestehen. Mit 155 Mitgliedern sind die Älbler der größte Ortsverein in Vaihingen. „Wenn es gelingt, junge Menschen zu gewinnen, dann werden wir Hoffnung für die Zukunft haben, dass es noch Älbler gibt, die sagen, bei uns ist es aber schön“, so Vorsitzender Gerhard Pfeiffer. Damit machte der Vertrauensmann beim Festakt in der Enzweihinger Halle auf das Problem des Albvereins aufmerksam: Es fehlt an Nachwuchs. Pfeiffer: „Es ist schwer, die Lücke in der Alterstruktur zu schließen.“ Gauvorsitzender Dieter Auracher (Tamm) widersprach bei seiner Rede: Der Bereich Jugend und Familie beim Albverein veranstalte riesige Programme. „Beim Albverein ist nicht nur für Erwachsene und Ältere etwas los.“
Der Enzweihinger Albverein wurde am 11. April 1959 im Gasthaus „Krone“ gegründet. Wahrscheinlich dürfte eine Erstgründung schon Anfang des 19. Jahrhunderts erfolgt sein. „Die Beweiskette dafür war aber zu lückenhaft – auch nach der Recherche im Stadtarchiv“, so Pfeiffer.
Mit dem Enzweihinger Albverein ist der Name des Bürgermeisters Maximilian Stärk verbunden, der 22 Jahre lang an der Spitze der Ortsgruppe stand. 1984 wurde Stärk zum Ehrenmitglied ernannt.
Im Laufe der 50 Jahre seien die Hauptziele Wandern, Heimat und Natur weiter gefestigt worden, sagte Pfeiffer in der Festhalle. Um das gesellige Wandern unter Gleichgesinnten zu ermöglichen, engagiere sich der Albverein nachhaltig in der Beschilderung der Wege. Auch die Pflege der Kopfweiden an der Enz sei ein Arbeitsschwerpunkt der Älbler. 2007 wurde die Ortsgruppe dafür mit dem Umwelt- und Naturschutzpreis des Kreises ausgezeichnet. Aber auch die Geselligkeit komme nicht zu kurz. Pfeiffer nannte die Sommerhocketse, die Kornberghocketse und den Glühweinausschank beim Leinfelder Hof.
Ortsvorsteher Eduard Aldinger lobte die Ortsgruppe als „aktiven Verein“. Viele Wanderungen würden organisiert und die Wanderwarte betreuen 30 Kilometer Wanderwege und 25 Kilometer städtische Rundwege. Aldinger: „Und wenn man durch den Mauswinkel geht und die vom Albverein angelegte Treppe benutzt, kommt man sich wie im Urlaub vor.“
Bei dem Festakt, der vom Liederkranz Enzweihingen mit Liedern aufgelockert wurde, lobte auch Pfarrer Hermann Strecker den Albverein: „Sie leisten ein Beitrag, damit die Schöpfung Gottes entdeckt werden kann.“ Und: Wer wandere, habe ein Ziel.
