Vaihingen (ub) – 1,5 Millionen Euro in diesem Jahr, eine Million Euro im nächsten Jahr – mit dem Konjunkturpaket des Bundes kann Vaihingen 2,5 Millionen Euro an zusätzlichen Investitionen schultern. Das Gros der Geldes soll vor allem für die Schulen verwendet werden.
Die Stadt Vaihingen kann aus dem Zukunftsinvestitionsprogramm des Bundes insgesamt 1,83 Millionen Euro Bildungs- und Infrastrukturpauschale (der kommunale Eigenanteil beträgt weitere 612000 Euro) erhalten. Die Bildungspauschale bemisst sich nach der Schülerzahl und muss für energetische Sanierungsmaßnahmen ausgegeben werden. Detlef Fischer und seine Leute vom Liegenschafts- und Gebäudewirtschaftsamt haben innerhalb kürzester Zeit 20 Maßnahmen abgeklopft, die gefördert werden könnten.
Nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderats von Mittwochabend fließt das meiste Geld ans Friedrich-Abel-Gymnasium. Rund 1,25 Millionen Euro sollen für die energetische Sanierung der Fenster, der Renovierung der Klassenzimmer, der Sanierung der Toilettenanlage im Bau I und der Renovierung des Hallenbodens in der FAG-Turnhalle ausgegeben werden. Betroffen sind die aus den 60er Jahren stammenden Gebäudeteile I und II sowie das Turnhallengebäude im Gelände des FAG. Bei diesen drei Bauten ist weitgehend die ursprüngliche Bausubstanz erhalten und somit ein grundsätzlicher Sanierungsbedarf vorhanden. Durch die Splittung in drei selbstständige Bauteile ist die Aufteilung in verschiedene Bauabschnitte und Einzellose möglich. Somit könne flexibel auf die schulischen Bedürfnisse bezüglich eines störungsfreien Schulbetriebs reagiert werden.
Rund 805000 Euro sind für das Schulzentrum in Kleinglattbach reserviert. Hier stehen eine Fassadendämmung bei der Mehrzweckhalle auf der Agenda, die Wärmeschutzverglasung am Pyramidendach und Schrägverglasungen in den Werkräumen der Haupt- und Realschule und eine gemeinsame Heizungsanlage von Halle und Schule (eventuell als Pelletheizung).
90000 Euro gibt es für den Waldorf Kindergarten- und Schulverein Vaihingen. Hier sollen energetische Sanierungen durch den Austausch der Leuchten in der gesamten Schule sowie die Sanierung der Westfenster und -fassade erfolgen.
Drei Objekte sollen in den Genuss der Infrastrukturpauschale von knapp 300000 Euro (plus Eigenanteil Stadt von 98000 Euro) kommen. Mehrzweckhalle Gündelbach: Die vorhandenen Flachdächer der Wachtkopfhalle weisen gravierende Mängel bezüglich Wärmedämmung und Abdichtung (Blasenbildung) auf, so dass eine Sanierung ohnehin in den nächsten zwei Jahren anstehen würde. Gleichzeitig kann hier die vom Brandschutz geforderte Rauch- und Wärmeabzugsanlage in das Dach integriert werden. Diese Forderung ist zwingend und könne dadurch mit den Fördermitteln voll finanziert werden. Die Sanierung der Halle soll noch 2009 über die Bühne gehen.
Verwaltungsgebäude Marktplatz/Schlossstraße: Hier ist die Erneuerung der Kesselanlage spätestens für das Jahr 2011 vorgesehen. Künftig wird ein Gas-Brennwert-Kessel mit optimaler Regelungsfunktion eingesetzt. Für diese Maßnahmen besteht zurzeit keine andere Förderungsmöglichkeit. Im Bereich der Gebäude Marktplatz 3 und 4 sollen die vorhandenen wärmetechnisch überholten Fenster zum Teil erneuert werden. Außerdem sollen Maßnahmen gegen die teilweise vorhandene Bodenkälte getroffen werden. Diese in verschiedenen Gebäuden angesiedelten Maßnahmen bilden im Sinne der Förderrichtlinie ein „energetisch optimales Gesamtpaket“.
Feuerwehrgerätehaus Ensingen: Im Lehrsaal/Schulungsbereich des Gebäudes sind noch die ursprünglichen Verbundfenster vorhanden, die wegen ihrer schlechten Wärmedämmung und auch substanziell dringend erneuerungsbedürftig sind. Eine ohnehin anstehende Dachsanierung bildet mit den zuvor beschriebenen Maßnahmen ein energetisches Gesamtpaket.
Der Kommentar von Thomas Fritz (CDU, Ensingen): „Das ist doch ein toller Osterhase für die Stadt.“
