Donnerstag, 17. Mai 2012

Stammholzverkauf: Umsatz rückläufig




Jörg Ziegler: Dieser Stamm ist rund 3000 Euro wert. Foto: Arning
Jörg Ziegler: Dieser Stamm ist rund 3000 Euro wert. Foto: Arning

Vaihingen (aa) – Jogger und Spaziergänger aufgepasst! Der Stamm mit der Nummer 1740 ist ein ganz besonderer. Er hat immerhin einen Wert von rund 3200 Euro. Zu besichtigen ist er beim Wasserreservoir am Holzlagerplatz im Bartenbergwald.

„1125 Euro wurden pro Festmeter bezahlt“, strahlt Jörg Ziegler vom Landratsamt Ludwigsburg und seinem Fachbereich Forsten, ansässig in der Mühlstraße von Vaihingen, der die Eichen-Submission geleitet hat. Ansonsten haben die Förster in diesem Jahr allerdings nicht viel zu lachen. Die Preise für das Eichen-Stammholz sind in den Keller gerutscht. „Wir hatten das durchaus erwartet“, sagt Ziegler. Deshalb habe man auch deutlich weniger angeboten als 2008, als rund 3000 Festmeter Stammholz auf den Listen standen und über eine Million Euro erlöst wurden. Der Durchschnittspreis lag diesmal bei 249,07 Euro, was einen Gesamtumsatz von rund 388000 Euro erbrachte. Rund 600 Festmeter wurden nicht verkauft.Die Holzversteigerungen in der Festhalle von Heimerdingen waren über Jahrzehnte hinweg ein fester Begriff. Man hat sie vor einigen Jahren abgeschafft, da sich der Kreis der Käufer immer stärker reduziert hatte. Inzwischen werden die Losverzeichnisse im Internet veröffentlicht. Bis zum 1. April, 9 Uhr, mussten die Angebote schriftlich in einem Umschlag vorliegen. „Danach geht es in der Regel nochmals raus in den Wald, um den einen oder anderen Stamm, bei dem unser Anschlag und das Angebot auseinandergehen, nochmals unter die Lupe zu nehmen“, berichtet Ziegler. Am 2. April erfolgte im Bürgerhaus Heimerdingen der Zuschlag. 17 Bieter – vor allem Furnierfirmen, aber auch einige namhafte Sägewerke – hatten sich um das Holz aus 34 Gemeinden des Landkreises beworben, darunter drei französische Fassholzhändler.Der teuerste Stamm stammt übrigens aus dem Stuttgarter Stadtwald. Er wird bei einem Festmeterpreis von 1400 Euro rund 5000 Euro bringen. Für den Stamm auf Platz 2, die Eiche Nummer 1740 aus dem Stromberg, gab es übrigens 15 Gebote, von knapp 400 Euro bis eben 1125 Euro. Auf was kommt es bei einem solch teuren Stamm an? Jörg Ziegler: „Die Farbe ist wichtig. Der Strombergwald ist für einen hellen Ton bekannt. Dann sollte ein feiner Jahresringaufbau vorhanden sein. Und der Stamm darf keine sogenannte Nägel oder Rosen an der Rinde haben.“ Die teuren Stämme werden in den nächsten Tagen an den Schnittflächen mit Wachs überzogen, um einen Schutz gegen Pilzbefall und Feuchtigkeit zu erreichen. Es sind ja immerhin große Werte, die da am Weg liegen.




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