Eberdingen (elf) – „Klein aber fein“ soll sich die Eberdinger Gemeindehalle nach ihrer Sanierung präsentieren. So wünschte es sich einst der Gemeinderat. Noch bis Oktober wird es dauern, bis dieser Wunsch erfüllt wird. Architektin Sabine Mauer aus Nussdorf ist zuversichtlich: „Wir arbeiten dran.“
Dem einen oder anderen Mitglied des Gesangvereins Liederkranz Eberdingen wird es die Tränen in die Augen treiben: Die Wendeltreppe, die früher ins Vereinszimmer führte, ist weg – für immer. „Das liegt an den Brandschutzvorschriften“, sagt Architektin Mauer, die die Treppe entfernen lassen musste. Künftig wird der Weg nach oben über eine neue Treppe führen, die im alten Garderobenbereich eingebaut wird. Eine Garderobe wird es im Eingangsbereich künftig zwar noch geben, doch eine Theke wird man dort künftig auch vergeblich suchen.
So viel zu den schlechten Nachrichten. Ansonsten ist Optimismus pur angesagt. „Wenn die Halle in neuem Glanz erstrahlt, wird sie technisch und baulich auf dem neuesten Stand sein“, verspricht Bürgermeister Peter Schäfer. Architektin Sabine Mauer ergänzt: „Die Halle wird nach den neuesten Richtlinien der Energieeinsparverordnung modernisiert und hat später energetisch den Status eines Neubaus.“ Das kann sich sehen lassen.
Als im Februar mit den Arbeiten begonnen wurde, haben die Arbeiter die Wandverkleidungen demontiert, die Sanitäranlagen samt Waschbecken, WCs und Fließen entkernt und den Parkettboden abgedeckt – dieser soll erhalten werden. Gleichzeitig wurde im Außenbereich das Dach abgedeckt, mit einer Wärmedämmung ausgestattet und wieder neu eingedeckt. Die Arbeiten zur Dacherneuerung sind mittlerweile abgeschlossen. Im Innenbereich sind die Rohrinstallationsarbeiten (Elektrik, Heizung, Lüftung) weitgehend erledigt. Nachdem inzwischen auch die kleineren Fenster des Gebäudes ausgetauscht wurden, kommen nach Ostern die großen, bis zu vier Meter hohen Fenster dran.
Momentan sind die Handwerker mit den Trockenbau- und Putzarbeiten beschäftigt und montieren Gipskartonplatten an die Wände. Im Deckenbereich wird es Gipskartonplatten mit Löchern geben, damit es künftig auch mit der Akustik klappt. Wenn die Trockenbauer fertig sind, werden die Innenwände mit Wandpaneelen aus Eiche – passend zum Parkettboden – montiert. Im Sanitärbereich werden dann die Toiletten montiert und die Wände und Böden gefliest.„Vor allem die Arbeiten im technischen Bereich werden noch viel Zeit in Anspruch nehmen“, verrät Architektin Mauer. Elektroinstallation, Saal- und Bühnenbeleuchtung, schalltechnische Ausstattung samt Mischpult, Heizung und Lüftungstechnik – das wird dauern. Doch die Arbeiten verliefen bislang reibungslos und ohne große Überraschungen.
Und was wird sonst noch neu sein? Der Zuschauerbereich wird künftig größer sein, da drei Garagentore komplett wegfallen. Neben der Bühne wird es einen Künstlerraum geben. Das Vereinszimmer erhält eine neue Decke und einen Parkettboden. Insgesamt wird die Gemeindehalle behindertengerecht sein. So wird im Außenbereich noch eine Rampe installiert. Zuvor erfolgen außen noch die Arbeiten für den Vollwärmeschutz, bevor die Wände verputzt werden.
Insgesamt kosten die Umbauarbeiten rund 650000 Euro. 400000 Euro beträgt der Gemeindeanteil, an Zuschüssen gibt es 243000 Euro. Künftig soll die Eberdinger Gemeindehalle nicht mehr für Sportaktivitäten zur Verfügung stehen. Dafür soll es künftig Konzerte, Theater, Vorträge und Versammlungen geben.
