Donnerstag, 09. Februar 2012

Oberriexinger Projekt mit Beachtung


Die Zweitklässler präsentieren vor laufender Kamera in der Oberriexinger Schule einen Tanz. Foto: Gergen
Die Zweitklässler präsentieren vor laufender Kamera in der Oberriexinger Schule einen Tanz. Foto: Gergen

Oberriexingen (vg) – Gleich mehrere wichtige Besucher begrüßte Rektorin Ingrid Jäger-Gutjahr zusammen mit ihrem Kollegium am vergangenen Freitag in der Grundschule in Oberriexingen. So waren Vertreter des Lehrerseminars Heilbronn, des Schulamts und des Regierungspräsidiums sowie der Sponsorenfirma Marabu und der Jugendstiftung Baden-Württemberg ihrer Einladung gefolgt, um sich persönlich ein Bild vom Fortschritt des Kunst- und Theaterprojekts zu machen.
Dabei ging es insbesondere um den künstlerischen Schwerpunkt, als man zunächst die Bühnen- und Kulissenwerkstätten besichtigte, wo von den Schülern und Lehrern der einzelnen Klassen unter Mithilfe zahlreicher Eltern und auch Experten – wie Künstlern, Ingenieuren und Handwerkern – acht mehrteilige Bühnenbilder für die Theatervorstellung im Sommer geschaffen werden.
Auch in der Kostümwerkstatt wurde von Designerinnen und begabten Müttern fleißig entworfen und maßgeschneidert, „damit im Zauberland von Oz die Hexen und Zauberer standesgemäß auftreten können und am 28. und 29. Juni alles in trockenen oder besser grünen Tüchern ist!“, wie die Schulleiterin erklärte. Selbst einige Väter hätten sich bei den Vorarbeiten mutig als Zuschneider eingebracht, wie Simone Hasenohr vom Kollegium schmunzelnd anmerkte, und dabei für tolle Stimmung in der Truppe gesorgt.
Davon zeigte sich sogar Stadtkämmerer Werner Somlai als Vertreter des Schulträgers beeindruckt und fragte schelmisch an, ob sich denn auch Geld aus den vielen gebastelten Zylindern zaubern lasse. An dieser Stelle verwies Ingrid Jäger-Gutjahr gerne auf die verschiedenen Fördermittel und Sponsorenzuschüsse, die sie bereits für das laufende sowie für das im folgenden Schuljahr geplante Anschlussprojekt zugesagt bekommen habe, womit ein Großteil der veranschlagten Kosten schon jetzt gedeckt sei.
Weiterhin zu sehen gab es einen Tanz der Zweitklässler unter Leitung des TSV, einem der Kooperationspartner der Schule. Wie Klassenlehrerin Silja Arndt ausführte, hätten sich die Schüler zuvor gemeinsam gefragt: „Wer kann was? Wer kann was am besten?“ Danach seien die einzelnen Übungen zugeteilt worden, ganz nach der Devise „Jeder kann was!“ Und genau in diesem Motto sieht der Vertreter des Regierungspräsidiums Stuttgart denn auch die eigentlichen Wurzeln der Bildungspolitik. „Hier in Oberriexingen wird genau das praktiziert, was sich die Reformpädagogik zum Ziel gesetzt hat. Diese Schule ist ein Schatzkästchen mit solch engagierten und motivierten Lehrkräften, wo Kinder ernst genommen und individuell nach ihren Begabungen gefördert werden! Projektarbeit ist gelebtes Lernen.“
Dies bestätigte auch Schulrätin Liselotte Seemüller: „Man macht Dinge nur dann wirklich gut, wenn man sie zu seiner Aufgabe macht.“
Natürlich durfte auch eine kleine Kostprobe des eigentlichen Theaterspiels nicht fehlen. Die Klasse 4a präsentierte dabei zusammen mit Theaterpädagogin Heidelinde Finkbeiner-Knapp und der zuständigen Lehrerin Alexandra Veith-Kimmann die Schlussszene, die wie die übrige Geschichte in den letzten Monaten von den Schülern selbst mitentwickelt und geschrieben wurde und in der es um solch wichtige Werte wie Mut, Herz und Verstand geht.
Neben den Gästen war gleichzeitig noch das Kamerateam im Hause, das den Fortschritt des Projekts kontinuierlich in Bild und Ton festhält, um darüber am Ende einen professionellen Film zu produzieren. Die Kinder sind mittlerweile schon an den Anblick der Mikrofone und blinkenden Kameras in ihrer Schule gewöhnt und wiederholen bereitwillig so manche Szenen, bis alles sitzt und im Kasten ist.
 Auch die Besucher gaben im Anschluss an den Rundgang ihre Eindrücke vor laufender Kamera wieder, um diese im Rahmen des Gesamtprojekts zu dokumentieren.


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