Donnerstag, 17. Mai 2012

Der letzte Schliff für die Schwimmbecken


Bäderbetriebsleiter Helmut Schulz im Technikraum des Freibads. Foto: Schmid
Bäderbetriebsleiter Helmut Schulz im Technikraum des Freibads. Foto: Schmid

Vaihingen – Es ist wieder soweit: In und um Vaihingen eröffnen in den kommenden Tagen die ersten Freibäder ihre Pforten. Auch im Enztalbad laufen derzeit die letzten Vorbereitungen für die anstehende Saison.

Das Vaihinger Freibad gehört zu den ersten in der Umgebung, in denen der Start der Freibadsaison in den kommenden Tagen eingeläutet wird. Am Donnerstag soll das Bad zum ersten Mal geöffnet sein. Das Team um Bäderchef Helmut Schulz steckt deshalb dieser Tage voll in den Vorbereitungen. „Wir liegen gut im Rennen“, sagt er. Es müssten nur noch Kleinigkeiten gemacht werden.

Sogar das Wasser ist schon vorgeheizt. „Momentan haben wir in den Becken etwa 20 Grad“, erläutert Schulz. Bis zur Eröffnung sollen die Temperaturen aber noch weiter steigen: Im Mehrzweckbecken kann dann bei angenehmen 24 Grad Wassertemperatur geschwommen und im Nichtschwimmerbecken bei warmen 27 Grad geplanscht werden.

Am wärmsten wird’s jedoch im Kinder-Planschbecken: „Bei gutem Wetter heizen wir das Wasser auf 29 Grad“, sagt er. Bei schlechtem Wetter bleibe das Becken kalt. Mit Kleinkindern sei bei niedrigen Außentemperaturen oder Regen schließlich nicht zu rechnen. Das Kinder-Planschbecken muss bis zum Donnerstag noch gereinigt und mit Wasser gefüllt werden.

Für Frühschwimmer gibt es eine gute Nachricht. „Ab Juni haben wir mittwochs schon um 7 Uhr geöffnet“, sagt Schulz. Der Plan, den im Jahr 2007 eingeführten Frühbadetag weg zu streichen, ist also vorerst wieder in den Schubladen der Verwaltung verschwunden. Über die Abschaffung wurde im März dieses Jahres diskutiert, weil aus dem Bäderbericht hervor ging, dass der Frühbadetag 2007 lediglich von 278 Badegästen genutzt wurde. Nur 52 davon hätten einen Einzeleintritt bezahlt, die anderen waren Jahreskartenbesitzer. Doch nicht nur mit der Resonanz auf den Frühbadetag war Schulz unzufrieden: Im Jahr 2007 60175 Besucher, das entspricht einem Tagesdurchschnitt von 436 Gästen pro Tag und stellt die schlechteste Quote seit 20 Jahren dar.

Auf die Eröffnung am Donnerstag arbeitet das Bäderteam seit März hin. Die Becken mussten gesäubert, die Wiesen gemäht und die sanitären Anlagen gereinigt werden. Das Nichtschwimmerbecken sei dabei die größte Aufgabe gewesen. „Der hintere Teil des Beckens war abgesackt und musste etwas angehoben werden“, erläutert Helmut Schulz. Diese Maßnahme sei notwendig gewesen, damit nicht zu viel Wasser in die Überlaufrinne fließen könne.

Doch nicht nur im Vaihinger Freibad laufen die Vorbereitungen für die Saison auf Hochtouren. Auch das Bönnigheimer Mineralfreibad und der Badepark Ellental in Bietigheim-Bissingen starten am Donnerstag in die Saison. Die Schwimmbecken der Gemeinde Mönsheim und die des Trägervereins des Sachsenheimer Freibads eröffnen erst am 10. Mai. Eine Woche vorher weihen die Sachsenheimer das neue Kinderspielschiff „Pinta“ in ihrem Bad ein.

In Eberdingen wird es die letzte Saison ohne geheizte Becken sein. „Ab 2009 beheizen auch wir unser Bad“, sagt Michael Stierle von der Gemeinde Eberdingen, wo die Freibadsaison voraussichtlich am Pfingstmontag beginnt. Wenn das Wasser in dem unbeheizten Becken allerdings viel kälter als 20 Grad ist, wird der Start verschoben.

Für das Mühlacker Freibad gibt es ebenfalls keinen fixen Eröffnungstermin: Der früheste denkbare Termin ist dort der 3. Mai. Allerdings nur, wenn das Wetter mitspielt.

Die Stadt Bietigheim-Bissingen hat in ihr Bad kräftig investiert. Von September 2007 bis zum April dieses Jahres haben die Handwerker im Badepark Ellental kräftig gewerkelt, um das Nichtschwimmer- und das Warmbecken zu sanieren. Anstatt mit Fliesen sind die Becken jetzt mit Edelstahl verkleidet. Im Nichtschwimmerbecken wurden zwei neue Rutschen, die jeweils 25 Meter lang sind, und eine Insel angebracht, auf der eine Wasserkanone thront.

Rund 1,2 Millionen Euro hat die Stadt in den ersten Sanierungsabschnitt gesteckt. Ab Herbst 2008 werden die Arbeiten am Sportbecken fortgesetzt. Im Herbst 2009 folgt dann als letztes Projekt das Wellenbecken. Insgesamt werden rund 3,5 Millionen Euro in die Sanierung der Becken im Badepark Ellental investiert.

Für den Vaihinger Bäderbetriebsleiter sind solche Anschaffungen beinahe undenkbar. „Wenn wir in Attraktionen wie zum Beispiel ein Sprungbecken oder große Rutschen investieren würden, würde uns der Platz ausgehen“, sagt Schulz. Mehr Besucher könne man damit nicht ins Bad locken. „Wenn die Wiesen kleiner werden, ist das Freibad noch schneller voll.“ Für das Enztalbad sei es wichtiger, dass es auch in Zukunft als familienfreundlich gilt.

Philipp-Marc Schmid


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