Donnerstag, 17. Mai 2012

Bande hatte sich auf Firmeneinbrüche spezialisiert


Die gestohlenen Tresore wurden im Neckar versenkt. Foto:Privat

Ludwigsburg/Vaihingen (p) – Auf die Spur einer seit längerer Zeit in Baden-Württemberg agierenden dreiköpfigen Einbrecherbande aus Ludwigsburg kam die Polizei Ende Dezember 2007, als die drei Männer im Alter von 62, 41 und 37 Jahren im Bereich von Crailsheim kontrolliert wurden. Ihnen werden auch Einbrüche in Vaihingen und in Mühlacker-Dürrmenz vorgeworfen.

Ihre Anwesenheit in Crailsheim konnte später mit zwei Einbruchsversuchen in Verbindung gebracht werden. Aus den folgenden Ermittlungen, die in Wohnungsdurchsuchungen und der Festnahme zwei der Verdächtigen am 17. und 18. April gipfelten, ergab sich der bisherige Vorwurf, dass sie insgesamt 17 Firmeneinbrüche unter anderem in Ludwigsburg, Vaihingen, Freiberg/N., Sindelfingen und Mühlacker-Dürrmenz begangen haben sollen. Hierbei wurden von ihnen vermutlich auch einzelne Firmen mehrfach heimgesucht.

Sohn eines Inhaftierten ist auf der Flucht

Zwei der Männer wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen am Freitag dem Haftrichter vorgeführt. Er wies den 62-Jährigen und den 41-Jährigen in Justizvollzugsanstalten ein. Der Aufenthalt des dritten Mannes, der 37 Jahre alte Sohn des 62-Jährigen, konnte bislang noch nicht ermittelt werden. Bei den richterlich angeordneten Durchsuchungen am Donnerstag fanden die Beamten eine Vielzahl an Beweismitteln, darunter auch umfangreiches Einbruchswerkzeug, was durchaus auf eine professionelle und andauernde Einbruchstätigkeit hindeutet. Alle sind bislang mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten. Die beiden inhaftierten Männer legten gegenüber den Polizeibeamten Teilgeständnisse ab.

Tresore wurden mit Trennschleifern geöffnet

Bei ihren Beutezügen hatte es die Bande vorwiegend auf mittelständische Firmen und kleinere Geschäfte abgesehen, in die sie sich gewaltsam Zugang verschafften. In den Büros wurden Tresore aber auch weitere Gegenstände wie Notebooks, Digitalkameras. Flachbildschirme, Uhren und andere Elektrogeräte gestohlen. Die abtransportierten Tresore wurden später an anderen Orten mit einem Trennschleifer geöffnet.

Neun Tresore, die vorwiegend auf diese Weise geöffnet worden waren, konnten im Neckar unter der Autobahnbrücke bei Pleidelsheim aufgefunden werden. Fünf der Tresore sind zwischenzeitlich Tatorten zugeordnet.

Die älteste Tat, die dem Trio bislang vorgeworfen wird, ereignete sich im Dezember 2006, als in Dürrmenz in eine Firma eingebrochen wurde. Der Sachschaden kann derzeit noch nicht abschließend beziffert werden. Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Laufe der Ermittlungen den dreien weitere Taten vorgeworfen werden können.


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