Mühlacker (elf) – Zwei Tage lang werden am kommenden Wochenende rund 100 Unternehmen bei der Messe Mühlacker 2008 Werbung für die Leistungsfähigkeit des Mittelzentrums Mühlacker machen. Mehr als 10000 Besucher werden zu der Großveranstaltung erwartet, die zuletzt vor sechs Jahren stattfand.
„Die Besucher können sich am Wochenende ein umfassendes Bild von der breiten Produktpalette der unterschiedlichsten Branchen machen“, sagt Stefan Klumpp, Vorsitzender des Gewerbe-, Handels- und Verkehrsverein Mühlacker. Die Messe sei für den Handel, das Handwerk und die Industrie eine gute Gelegenheit, ihre Kompetenz und ihre Produkte vorzustellen.
Gestern Vormittag herrschte noch Tristesse auf dem Areal Lienzinger Tor neben dem Bahnhof. Zwar standen bereits die vier Messezelte, doch im Innern bewegte sich noch nicht viel. Das wird sich allerdings in den beiden letzten Tagen vor der Messe noch ändern. Schließlich soll es am Samstag (26. April) pünktlich um 10 Uhr losgehen.
„Wir haben eine Industrie, von denen einige Unternehmen ihren Anteil am Weltmarkt haben, wir haben ein gutes Angebot an Fachgeschäften und gute Dienstleister“, hebt Klumpp die Stärke der Senderstädter Wirtschaft hervor. Außerdem sei Mühlacker auch als Wohnort „nicht unattraktiv“. Dadurch sei die Stadt für Unternehmen interessant genug, sich dort anzusiedeln. Das Beispiel Gewerbepark Waldäcker sei ein Beleg dafür.
Mühlacker als Mittelzentrum – „wir müssen uns dem Wettbewerb stellen“, sagt der Gewerbevereinsvorsitzende im Hinblick auf das nahe gelegene Pforzheim und die nur unwesentlich entfernteren Städte wie Stuttgart, Karlsruhe, Leonberg und Ludwigsburg. „Das sind leistungsfähige große Städte“, weiß Klumpp, der aber auch um die Stärke der Unternehmen in Mühlacker weiß. „Hier ist viel Kompetenz vereint, so dass sich niemand zu verstecken braucht.“
Doch warum hat es ganze sechs Jahre gedauert, bis sich die Unternehmen wieder in Form einer Messe der Öffentlichkeit präsentieren? „Man kann solche Messen auch in kürzeren Abständen veranstalten, doch das ist mit immensen Kosten verbunden“, sagt Klumpp. Außerdem würde sich eine solche Leistungsschau dann auch schnell abnutzen. „Vier bis sechs Jahre sind genau der richtige Zeitraum für die Aussteller, um wieder neue Motivation zu sammeln“, befindet Weiß. Die Messe Mühlacker genau in diesem Jahr stattfinden zu lassen, sei der ideale Zeitpunkt, da die wirtschaftliche Lage gut sei und die Unternehmen auch in der Lage seien, den finanziellen Aufwand zu stemmen.
Oberbürgermeister Arno Schütterle bezeichnet die Messe als „ein wichtiges Schaufenster der heimischen Wirtschaft“. Er freue sich, dass mit 100 Ausstellern mehr Unternehmen im Boot seien als je zuvor. „Das spiegelt unseren starken Wirtschaftsstandort wider“, sagt der Senderstädter OB. Gleichzeitig lobt er es, dass die Unternehmen in Mühlacker Weiterentwicklungstendenzen zeigen würden, was sich im Gewerbegebiet an der Industriestraße ebenso zeige, wie im Gewerbepark Waldäcker.
Übrigens: Auch der historische Dampfzug „Feurige Elias“ schnauft am Sonntag zur Messe Mühlacker. Ab Vaihingen fährt der Zug vier Mal los und zwar um 9.38, 11.38, 13.38 und 15.38 Uhr. Die Messe Mühlacker auf dem Areal Lienzinger Tor hat am Samstag (26. April) von 10 bis 18 Uhr sowie am Sonntag (27. April) von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
