Enzweihingen (phs) – Im Fall des leicht verletzten zehnjährigen Jungens aus Enzweihingen tappt die Polizei weiter im Dunkeln. Ob der Bub wirklich angeschossen wurde, soll eine erneute Befragung klären. Zeugen hatten keine Schüsse gehört.
Der Vorfall in Enzweihingen, bei dem am Samstagnachmittag gegen 16 Uhr ein Junge angeschossen und leicht verletzt worden sein soll, gibt den Ermittlern der Polizei weiter Rätsel auf. Ist in Enzweihingen wirklich ein Schuss gefallen? „Wegen des schönen Wetters waren rund um Enzweihingen ziemlich viele Fußgänger unterwegs“, sagt Polizeisprecher Rainer Daffner. Von diesen Zeugen hätte keiner einen Schuss wahrgenommen oder eine bewaffnete Person gesehen.
Auch ein Geschoss hat die Polizei im Gebiet um die Brücke in Richtung „Leinfelder Hof“ noch nicht gefunden. Lediglich „eine deformierte Hülse“ einer Schreckschusswaffe sei entdeckt worden. „Ob diese einen Menschen so verletzen könne, wissen wir noch nicht“, sagt Daffner.
Die Ermittler der Polizei wollen jetzt nochmals in Ruhe mit den beiden Buben sprechen. „Vielleicht wurde der Junge ja auch anders verletzt.“ Davon dürfe man aber nicht einfach ausgehen.