Donnerstag, 17. Mai 2012

Countdown für Löwenmusical


Kostüme für das Musical. Foto: p
Kostüme für das Musical. Foto: p

Vaihingen (oh) – Die Premiere des Vaihinger Musicals „Löwennacht“ rückt langsam in greifbare Nähe. Am Freitag, 25. April, wird sich der Vorhang der Stadthalle das erste Mal über dem märchenhaften Treiben heben.
 Es ist sicher ratsam, sich rechtzeitig Karten zu besorgen, die sowohl bei der Buchhandlung Kern wie auch (für Kiko-Besitzer) bei der Kreissparkasse in Vaihingen zu erwerben sind. Es drei aufeinanderfolgende Auftrittstermine, so dass sicher jeder Gelegenheit bekommt, Augenzeuge dieses ungewöhnlichen Happenings zu werden. Da sich das Musical ganz bewusst auch an kleinere Kinder und deren Familien richten möchte, gibt es für kleineren Zuschauer (die noch nicht so lange aufbleiben können oder wollen) auch eine Sonntagnachmittagsvorstellung um 16 Uhr (Einlass um 14.30 Uhr).
„Wir machen mit, weil es mal was ganz anderes ist, eine ganz andere Geschichte über unsere Stadt. Es ist nicht nur die Geschichte, die uns beeindruckt, sondern auch die Schauspielerei, die Musik und der Tanz. Das Musical ist voller Gefühl und Herz“, so Nina Diwald und Jessica Pätz.
Inzwischen erlebt auch die Betriebsamkeit bei den Vorbereitungen einen Höhepunkt. Insgesamt sind und waren knapp 200 jugendliche und erwachsenen Bürger Vaihingens an dem großangelegten, einmaligen Projekt beteiligt. Dabei sind die über 400 Kinder, die am Malwettbewerb für das CD-Cover und Kalendergestaltung teilnahmen, noch gar nicht erwähnt.
Doch was treibt die Vaihinger dazu, sich über fast eineinhalb Jahre hinweg, diesem gemeinnützigen Kulturprojekt zu verschreiben und das neben anderen Belastungen, wie Schule , Beruf und Kindern? Antworten auf diese nicht uninteressante Frage fand Iris van Bergen, die auf Meinungsjagd ging.
Traugott Frasch, Nachtwächter: „Die Umsetzung der Vaihinger Stadtgeschichte in einem Musical – einfach genial! Mit ihrer Kreativität und Begeisterung für die Sache versteht es Eva Württemberger, Kinder und Erwachsene in gleicher Weise anzusprechen und mit zu reißen: So entsteht in den Proben ein schönes Miteinander unabhängig vom Altersunterschied und den musikalischen Voraussetzungen.“
Tatsächlich steht vor allem der integrative Charakter des Kulturprojekts im Vordergrund. In erstaunlich harmonischer Weise erarbeiten sich Teilnehmer von 10 bis 64 Jahren die Musik, die Tanzeinlagen und das Bühnengeschehen. Trotz aller Anstrengung macht es den Darstellern augenscheinlich Spaß, so dass viel gelacht wird. Susanne Kilpper, Kirchturmhahn: „Ich krähe mit, weil ich hier die nettesten Hühner treffe!“
Doch natürlich stehen nicht 200 Leute auf der Bühne. Das würde auch die Vaihinger Stadthalle nicht verkraften. Direkt an der Aufführung sind etwa 90 Personen auf, neben und hinter der Bühne beteiligt. Dabei muss an alles gedacht werden: vom Schminktopf in Schweinchenrosa, über das lecker belegte Brötchen, die richtige Beleuchtung für den Auftritt der Enznixe bis hin zur exzellenten akustischen In-Szene-Setzung der mit Spannung erwarteten interessanten Profimusiker.
Birgit Heller, Chorleiterin: „Ich mache mit, weil mich das Projekt gereizt hat. Das Einüben der Lieder hat viel Spaß gemacht und die CD-Aufnahme war eine neue Herausforderung. Die Musik und das Arrangement sind toll gemacht.“
Der weitaus größere Teil der 200 Mitwirkenden arbeitet bereits seit längerer Zeit intensiv in Teilprojekten. So stellte die Enzweihinger Hauptschule in einer AG die Kostüme für die Hauptfiguren der Geschichte her.
Die Willhelm-Feil-Schule zeichnet für einen großen Teil des Kulissenbaus verantwortlich. Aus der Hand der künstlerisch engagierten Schüler und Schülerinnen entstand die markante Häuserzeile für die Bühne, die alle Veröffentlichungen im Zuge des Musicals ziert. Die 8. Klasse der Ferdinand-Steinbeis-Realschule war mit Marketing-Maßnahmen, wie die Erstellung einer Website und den Vertrieb der CD im Vorfeld bei Märkten und anderen Veranstaltungen schwer beschäftigt.


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