Oberriexingen (elf) – Ein volles Haus erwartet Bürgermeister Willi Baur heute Abend um 19.30 Uhr zur Oberriexinger Gemeinderatssitzung. Der geplante Ausbau der Wilhelmstraße bewegt die Gemüter der Anlieger so sehr, dass die Sitzung ausnahmsweise nicht im Ratssaal, sondern im Foyer der Festhalle stattfindet.
„Wir wollen den Bürgern die Möglichkeit geben, die Diskussion zu verfolgen“, begründete Willi Baur die Entscheidung. Das Interesse seitens der Bewohner der Wilhelmstraße ist groß. Schließlich haben sie bereits in einem von den Anliegern unterschriebenen Rundschreiben deutlich zum Ausdruck gebracht, welche Forderungen sie umgesetzt haben wollen.
Willi Baur fasst zusammen: „In unserem Straßenausbauprogramm steht die Wilhelmstraße an oberster Stelle.“ Ihr Zustand sei marode, entsprechende Mittel im Haushalt bereits eingeplant. Doch mit den von der Verwaltung vorgelegten Planungen zeigten sich die Anwohner der Straße nicht zufrieden und legten ihrerseits ihre Vorstellungen und Wünsche vor. Sie wehren sich zum Beispiel gegen beidseitige Parkstreifen, gegen eingeplante Baumpflanzungen und fordern einen Asphaltbelag auf den Gehwegen.
Die Verwaltung hat auf die Anregungen reagiert und die Planungen modifiziert. Demnach wird die Straßenbreite 5,50 Meter betragen, Parkmöglichkeiten wird es nur auf einer Seite geben, dafür auf beiden Seiten einen Gehweg mit einer Breite von jeweils 1,50 Meter. „Dagegen ist nichts einzuwenden“, sagt der Schultes. Die ursprünglich eingezeichneten Bäume seien tatsächlich „unglücklich eingeplant“ worden. „Da wollen wir den Anwohnern entgegenkommen und geeignetere Standorte finden sowie eventuell eine Reduzierung vornehmen.“ In diesem Zusammenhang macht der Schultes darauf aufmerksam, dass es sich nicht um Bäume mit großen Kronen handelt. Der Aufwand im Herbst in Sachen Laub halte sich somit in Grenzen.
Was die Forderung nach Asphaltgehwegen anbelangt, macht Baur den Anwohnern hingegen keine große Hoffnung. „Da geht es vorwiegend um die Kehrwoche“, weiß der Bürgermeister. Asphalt sei nach Ansicht der Anwohner besser zu reinigen und darüber hinaus auch billiger. Allerdings, so Baur, seien die für den Gehweg vorgesehenen Betonsteinplatten absolut eben und der Asphalt aufgrund des hohen Rohölpreises nicht günstiger.
So hofft Willi Baur, dass der Verwaltungsvorschlag heute Abend ohne große Diskussion abgesegnet wird. Was ihn optimistisch stimmt: „Die Anwohner erkennen den Ausbau der Straße als notwendig an und wollen, dass die Verwaltung Änderungen vornimmt.“ Das hat sie getan.
