Donnerstag, 17. Mai 2012

Keine Wendemanöver mehr


Gefährliches Wenden: Auf der Enzweihinger Steige soll eine Mittelleitplanke gebaut werden.Foto: VKZ-Archiv

Enzweihingen (phs) – Die Bundesstraße 10 ist dem Stuttgarter Regierungspräsidium im Bereich der Enzweihinger Steige ein Dorn im Auge. Riskanten Wende- und Überholnmanövern soll mit einer Mittelleitplanke ein Ende gesetzt werden. Der Baubeginn ist für das Jahr 2009 geplant.

In den vergangenen Jahren kam es auf der Enzweihinger Steige immer wieder zu schweren Unfällen. Das Teilstück der B10 ist bekannt für die waghalsigen Wende- und Überholmanöver, die sich auf ihr abspielen. „Es gab viele Unfälle im Gegenverkehr“, sagt der Pressesprecher des Stuttgarter Regierungspräsidiums, Frank Buth.
Wenn es auf der Straße stockt, kommt so mancher Autofahrer in Versuchung, kehrt zu machen. Die fehlende Mittelleitplanke macht’s möglich. Doch damit und mit Kollisionen im Gegenverkehr soll nun endgültig Schluss sein. Der Enzweihinger Ortschaftsrat muss sich heute mit einem Vorschlag des Regierungspräsidiums befassen, der den Bau einer Mitteltrennung auf der Enzweihinger Steige vorsieht.
Baubeginn erst im kommenden Jahr
Für das Bauvorhaben, mit dem frühestens im Jahr 2009 begonnen wird, hat das Regierungspräsidium Stuttgart Kosten von rund 3,25 Millionen Euro veranschlagt.
Zwischen den beiden Fahrtrichtungen Stuttgart und Enzweihingen ist auf einer Länge von rund zwei Kilometern eine etwa zwei Meter breite Fahrbahntrennung geplant. „Dadurch muss die Fahrbahn auf eine Breite von insgesamt 17 Metern verbreitert werden“, erläutert Frank Buth. Die einzelnen Spuren sollen je 3,25 Meter breit werden.
Durch die Verlagerung der Fahrbahnachse in nördliche Richtung wird auch der parallel verlaufende Wirtschaftsweg um etwa drei Meter verschoben. „Die beiden Feldwegunterführungen in dem Bereich müssen entsprechend verlängert werden“, sagt Buth.
Außerdem müsse die Entwässerung der Straße weitgehend erneuert und den neuen Gegebenheiten angepasst werden. „Da der Straßenabschnitt im Wasserschutzgebiet liegt, müssen dabei besondere Richtlinien berücksichtigt werden.“
Doch nicht nur die fehlende Mittelleitplanke bereitet dem Regierungspräsidium Sorgen. Bereits im vergangenen Jahr wurden Feldwegeinfahrten am Ende der Enzweihinger Steige gesperrt. Diese hätten eine Gefahr dargestellt. „Der Verkehr ist dort sehr schnell“, sagt Buth. Wenn dort ein Fahrzeug zum Abbiegen abbremse, könne es schnell zu Unfällen kommen.
Die Wege wurden mit herausnehmbaren Pollern blockiert. Für Notfällen seien die Feldwege aber weiterhin wie gehabt befahrbar.


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