VKZ-Sommerrätsel

Erstellt: 1. September 2014
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Mit der zehnten Auflage des VKZ-Sommerrätsels starten wir in die neue Woche. Nach der einfachen Folge der vergangenen Woche, bei der Illingen gesucht wurde, gibt es heute wieder einen Doppelschlag. Der rote Motorsegler des Flugsportvereins Vaihingen hat zwei Kommunen angesteuert.

Dieses Mal wollen wir wieder ein bisschen Hilfestellung geben. Zum ersten Ort: Er wurde um 1100 erstmals urkundlich erwähnt, und gelangte teilweise bereits 1277, der Rest dann 1339, an das Kloster Maulbronn. Ab 1504 unter württembergischer Oberherrschaft wurde das Dorf Bestandteil des Klosteramts Maulbronn. Viele Häuser im heutigen Ortszentrum stammen aus dem 18. Jahrhundert und wurden in den vergangenen Jahren aufwendig restauriert.

Zum zweiten Ort: Dieser wurde um das Jahr 1100 n. Chr. in einem Schenkungsbuch des Klosters Hirsau erstmals urkundlich erwähnt. Auch dieser Ort war zunächst eine ausschließlich bäuerlich geprägte Dorfgemeinschaft mit im Laufe der Geschichte durch Schenkungen, Erbteilungen und Verkäufe mehrmals wechselnden Ortsherrschaften (zum Beispiel Grafen von Calw, Grafen von Eberstein, Herren von Liebenstein, Kloster Hirsau, Familie von Reischach und Haus Württemberg). Im Jahr 1511 kaufte der damalige Hirsauer Abt Johannes von Heinrich von Liebenstein und seinem Sohn Friedrich ein Drittel Besitz in dem gesuchten Ort. Nachdem die Klöster zu keiner Zeit ausschließlich Stätten religiösen Lebens mit Andacht, Gebet und Weltabgeschiedenheit waren, war es nicht verwunderlich, dass zur Zeit des Kaufs das Kloster Hirsau ein auf solider Basis geführtes Wirtschaftsunternehmen war. Es wurde rege Handel mit vorzugsweise aus der Landwirtschaft und aus dem Weinbau stammenden Erzeugnissen betrieben.

Aus den Hirsauer Akten ist ersichtlich, dass der Ort damals ein Weinbaugebiet war, welches erstaunliche Erträge hervorbrachte. In den Zehntweinlieferungslisten des Klosters Hirsau wurden für unseren Ort 1521/22 rund 170 Hektoliter und 1526/27 sogar 220 Hektoliter abzugebende Weinmenge aufgeführt. Da die Bürger als Zehntwein den siebten Teil ihres Weinertrages abliefern mussten, ergeben die Zehntweinmengen mal sieben eine ungefähre Vorstellung von der damaligen Traubenmostproduktion eines Herbstes. Den Wein, den das Kloster nicht für eigene Zwecke verbrauchte, verkaufte es bis in die heutigen Regionen und Länder Bayern, Nordschweiz, Norddeutschland, die Niederlande und England. Hauptumschlagplatz war damals der Weinhof in Ulm.

Wer die Lösung weiß und die zwei Kommunen erraten hat, sollte bis Mittwoch (3. September) um 18 Uhr die Antwort an die VKZ-Redaktion, Marktplatz 15 in 71665 Vaihingen geschickt haben. Die Faxnummer: 0 70 42 / 919-99, E-Mail info(at)vkz.de. Mitmachen lohnt sich, es gibt tolle Preise zu gewinnen.

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