Großbrand nach Verpuffung

Erstellt: 28. November 2013
Großbrand nach Verpuffung Bei der Firma Landtechnik Gayer kam es gestern zu einem Großbrand. Foto: Bögel

Nussdorf (ub). Durch Flexarbeiten ist es gestern kurz nach 10 Uhr zu einer Verpuffung in einem Altöltank gekommen. Der Lagerraum der Firma Landtechnik Gayer in der Siemensstraße in Nussdorf brannte völlig aus. Auch die Werkstatt wurde in Mitleidenschaft gezogen. Ein Lehrling des Unternehmens wurde bei dem Großfeuer verletzt.
 Um 10.20 Uhr ging bei der Feuerwehr der Alarm ein: Explosion im Kellerbereich. Und das Gefährliche: Hier lagern Öle, Benzine und Reifen. „Als wir ankamen, stand das komplette Untergeschoss in Vollbrand“, sagt Alexander Marquardt, stellvertretender Gesamtkommandant der Eberdinger Feuerwehr. Nach und nach rückten alle Feuerwehrabteilungen aus Nussdorf, Eberdingen und Hochdorf in die Siemensstraße an. Unterstützung kam aus Vaihingen, Hemmingen und Ludwigsburg – aus der Kreishauptstadt wurde der Atemschutz-Container nach Nussdorf geschickt. Insgesamt waren rund 70 Feuerwehrleute im Einsatz.
Nach einer Stunde war das Feuer unter Kontrolle. „Wir hatten Probleme, die brennenden Öle und die Reifen zu löschen. Das hat uns schon Bauchschmerzen bereitet“, meldet Einsatzleiter Marquardt. Mit zwei Schaumrohren und zwei C-Rohren erstickten die Feuerwehrleute die Flammen, die mittlerweile auch an der Außenwand hoch zum Werkstattbereich züngelten und die Fassade zerstörten. Nach Angaben der Polizei gab es einen Sachschaden in Höhe von 500 000 Euro. Gefahr, dass die Decke zwischen Werkstatt und Lager einstürzte, drohte nicht. „Wir haben da eine 35 Zentimeter dicke Betondecke, die auch zwölf Tonnen schwere Landmaschinen tragen muss“, so Bernd Gayer, der zusammen mit seinem Bruder den Landmaschinenhandel in der Siemensstraße betreibt.
Nach übereinstimmenden Angaben der Polizei vor Ort und der Firmeninhaber kam es bei Flexarbeiten zu dem Unglück, das von Kreisbrandmeister Andy Dorroch als Feuer der fünften, also höchsten Kategorie eingestuft wurde. Funken sollen im Werkstattbereich in das Entsorgungsrohr geraten sein, wo das Altöl von Schleppern und Co. in einen doppelwandigen 1000-Liter-Tank im Lagerraum im Geschoss unterhalb geleitet wird. So kam es zu der gewaltigen Verpuffung, bei der der Lehrling im Werkstattbereich verletzt wurde. Zum Glück war der Tank nach Polizeiangaben nur mit rund 60 Liter gefüllt. Da im Keller zudem weitere Schmier- und Betriebsstoffe gelagert waren, breitete sich das Feuer schnell aus.
Rund um das Firmenareal standen Rettungswagen, die DRK-Bereitschaft Eberdingen und die DRK-Schnelleinsatzgruppe aus Vaihingen in Position. Vor Ort waren auch ein leitender Notarzt aus Ditzingen und der organisatorische Leiter Rettungsdienst. Der Eberdinger Bürgermeister Peter Schäfer erkundigte sich vor Ort ebenfalls über die Löscharbeiten.
„Als das Altölfass in Flammen stand, habe ich zuerst versucht, mit Feuerlöschern die Flammen einzudämmen. Das hat aber nichts gebracht“, erzählt Firmenchef Bernd Gayer, selbt aktiver Feuerwehrmann. Sofort alarmierte er seine Kollegen, die mit gewaltigem Schaum- und Wassereinsatz den Flammen zu Leibe rückten. Die Rauchsäule am Ortseingang von Nussdorf war von weitem zu sehen. Zerstört wurden in dem Lager neue Rasenmäher, Reifen, Motorsägen, Fahrräder und verschiedene Fässer und Tanks. Die Flammen griffen vom Untergeschoss auch auf das Erdgeschoss über und zerstörten die Fassade und die komplette Fensterfront. Beißender Geruch nach verbranntem Gummi ließen Löscharbeiten nur unter Atemschutz zu.

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